Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über den Bau der Nasenschleimhaut, namentlich die Structur und Endigungsweise der Geruchsnerven bei dem Menschen und den Wirbelthieren
Person:
Schultze, Max
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29433/3/
ïn einer kurzen Abhandlung „über die Endigungsweise des Geruchs¬ 
nerven und die Epithelialgebilde der Nasenschleimhaut,“ welche in 
den Monatsberichten der Königl. Akademie der Wissenschaften zu Berlin November 
1856 abgedruckt ist, habe ich nachgewiesen, dass zwischen den Epithelialzellen der 
regio olfactoria in der Nase des Menschen, der Säugethiere, Vögel, Amphibien und 
Fische eigentümliche Zellen Vorkommen, welche in anderen Epithelschichten 
fehlen, und deren Gestalt, Lage und Verhalten gegen Reagentien in Vergleich mit 
den EigenthUmlichkeiten und Lagerungsverhältnissen der feinsten Riechnervenästchen 
es in hohem Grade wahrscheinlich machen, dass diese Zellen in directer Verbindung 
mit den Ausstrahlungen des Geruchsnerven stehen und somit die peripherischen Enden 
dieses Nerven darstellen. 
Es waren die Mittheilungen von Eckhardt (Beiträge zur Anatomie und Phy¬ 
siologie Heft 1, 1855, p. 77) und Ecker (Bericht über die Verhandl. z. Bef. d. Naturwiss. 
zu Freiburg i/B. 1855, Nr. 12; Zeitschrift für wiss. Zoologie Bd. 8, 1856, p. 303) über 
die Epithelialgebilde der Nasenschleimhaut, welche zu den meiner Abhandlung zu 
Grunde liegenden Untersuchungen die erste Veranlassung gaben. Die eigenthümliche 
langgestreckte Gestalt der Epithelialzellen der regio olfactoria des Menschen und eini¬ 
ger Thiere, auf welche beide obengenannte Forscher fast gleichzeitig aufmerksam 
wurden, ihr durch leine Ausläufer vermittelter Zusammenhang mit Elementen der 
bindegewebigen Unterlage, eine genauere Verfolgung der peripherischen Geruchs- 
nervenzweige selbst, sowie endlich theoretische Betrachtungen über das Zustande¬ 
kommen der Geruchsempfindung machten es ihnen wahrscheinlich, dass die genannten 
Zellen Endanschwellungen der Geruchsnervenfasern seien. Dabei wies Eckhardt 'zu¬ 
gleich nach, dass in der Nasenschleimhaut des Frosches, auf welche dessen oben 
citirte Abhandlung sich allein bezieht, zwei Arten von Epithelialzellen Vorkommen, 
zunächst solche, welche von gewöhnlichen Cylinderzellen nur durch ihren langen 
fadenförmigen centralen Fortsatz ausgezeichnet sind, dann zwischen diesen andere, 
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