Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ein neuer Algesimeter nebst einer kritischen Darstellung der bisherigen algesimetrischen Methoden
Person:
Thunberg, Torsten
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29432/26/
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III. Thunberg 
165 mm Rollenabstand, 2) Halszone 156, 3) Oberarmzone 146, 4) Vor¬ 
derarmzone 142, 5) Vorderrumpffläche 142, 6) Oberschenkelzone 140, 
7) Rückenzone 143, 8) Unterschenkelzone mit dem Fussrücken 133, 
9) Handzone 124, 10) Fusssohle und Unterfläche der Zehen 118 (in 
abgerundeten Zahlen). 
Gegen diese Untersuchungen Drosdoffs kann man zur Zeit den 
Einwand erheben, dass der Widerstand, welchen ein Körper einem 
durch denselben' fliessenden konstanten Strom entgegensetzt, nicht 
derselbe ist wie der Wiederstand, welchen er einem Strom im Schlies- 
sungs- oder Öffnungsaugenblicke oder einem induzierten Strom ent¬ 
gegensetzt, dass er also während der Fluktuation ein anderer sein 
kann als während der Konstanz, worauf man zur Zeit in der Physiologie 
mehr und mehr aufmerksam wird. Teils setzen Leiter gewisser Art 
im Schliessungsaugenblicke einen sehr viel grösseren Widerstand dem 
Durchgang des Stromes entgegen, als nachher dem konstanten Strom. 
Das ist ja der Fall bei Leitern, welche Selbstinduktion zeigen, bei 
Solenoiden. Dieser im Schliessungsaugenblicke auftretende Widerstand 
wechselt sehr unter verschiedenen Umständen, kann aber mehrere 
hundert Male grösser sein, als der permanente Widerstand. Andere 
Leiter setzen einem Strom im Schliessungsaugenblicke oder im allge¬ 
meinen fluktuierenden Strömen weniger Widerstand entgegen als per¬ 
manenter Druckströmung. Das ist der Fall bei Leitern, welche eine 
bedeutende Kapazität haben und vor allem natürlich, wenn sie als 
Kondensatoren wirken. Der menschliche Körper ist ein solcher Leiter. 
Seine Kapazität ist bei hergehörigen Untersuchungen nicht zu ver¬ 
nachlässigen, wenn auch die ersten Untersuchungen zu allzu hohen 
Werten gekommen sind. 
Einige Untersuchungen von L. Schnieder1) zeigten, dass, wäh¬ 
rend bei konstanten Strömen der permanente Widerstand je nach der 
Anordnung auf verschiedenen Stellen zwischen 521 Ohm und 37333 
Ohm wechselte, der Widerstand während des variablen Zustandes eines 
galvanischen Stromes zwischen 340 und 2500 Ohm, bei Anwendung 
von faradischen Strömen zwischen 210 und 780 Ohm variierte. Diese 
Werte können nicht als konstant angesehen werden, sondern sie vari¬ 
ieren mit der Kurve der Stromfluktuation. Sicher ist jedoch, dass der 
Widerstand bei Stromstössen und bei Wechselstrom kleiner ist, als 
bei konstantem Strom. 
Unter diesen Verhältnissen kann man nicht erwarten, dass die 
Stromstärke der faradischen Ströme aus dem Widerstande berechnet 
1) Zeitschrift f. Elektrotherapie.
        

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