Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Jahresbericht über die Arbeiten für physiologische Botanik in den Jahren 1844 und 1845
Person:
Link, Heinrich Friedrich
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29423/97/
fiir physiologische Botanik 
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Öffnung (hilum), wie die eigenen Bedeckungen entwickelt und 
die Exostoine bedeckt oder bedecken würde, wenn sie sich 
so weit entwickelt. Der falsche Arillus oder Arillodes ist 
eine Ausdehnung der Ränder der Exostome, die sich um 
diese Oeffnung zurückschlägt, sie aber immer unbedeckt 
lässt. - Beispiele von wahren Arillen geben die Dillenia- 
ceen, die Samydeen, die Bixineen, Nymphaea coerulea 
und alba, doch fehlt er in Nufar lutea. Ferner wird als Bei¬ 
spiel angeführt Chamissoa und dann eine Beschreibung von 
dem Samen des Cytinus Hypocistis gegeben. Das Ovarium 
dieser Pflanze ist mit einem Schleim angefüllt, an dessen 
Wänden sich ästige, jedoch compact auf einanderliegende pla¬ 
centae befinden. Die Beschreibung der Ovula und Samen 
will ich mit seinen eigenen Worten anführen: Ovula ortho- 
tropa, creberrima, minutissima, occidua, utrinque attenuata, 
basi arillata. Integ. unicum, vasculis destitutum, arcte adhae- 
rens, membranaceum, pellucidum, apice perforatum. Nucleus 
solidus, cellulosus, ovulo conformis, subdiaphanus. Arillus 
irregulariter cupuliformis, brevis, crassus, margine inaequalis 
e cellulis laxis latis constans, vix quartam ovuli partem in¬ 
feriorem obtegens, ab eodem facillime secedens. Semina (in 
fructu siccato) ovulis conformia, pallide lutea, mucilagine in 
lacrymas solidas, vitreas coagulata involuta. Arillus et inte- 
gumentum ut in ovulo, prior non raro oblitteratus. Nucleus 
solidus, omnino cellulosus. Embryo nullus. Der Verf. meint 
wirklich, es sei kein Embryo vorhanden, denn da das ovuluin 
orthotropum sei, so könne die Befruchtung nicht anders als 
durch den Schleim des ovarium geschehen. Doch sollte der 
ganze Nucleus nicht Embryo sein? Zu den falschen Arillen 
rechnet er nun die sonderbare Umhüllung des Samens in 
Opuntia, deren Entstehung aus zwei Seiten-Ausdehnungen 
des Nabelstranges hier gezeigt wird. Auch gehört liieher der 
bereits erwähnte unäclite Arillus von Euonymus latifolius; 
eben so ist die Warze in den Euphorbiaceen nur der ver¬ 
dickte Rand der Exostome, und der sogenannte Arillus in 
den Polygaleen kommt damit sehr überein. In Clusia flava 
muss man annehmen, dass die äussere Umhüllung des Eichens, 
einfach in dem grössten Theile ihrer Ausdehnung, jenseits 
der Exostome sich in zwei ungleiche Verlängerungen verdop-
        

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