Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Jahresbericht über die Arbeiten für physiologische Botanik in den Jahren 1842 und 1843
Person:
Link, Heinrich Friedrich
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29422/22/
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H. F. Link. Jahresbericht über die Arbeiten 
welche mit prosenchymatischen Zellen in Berührung stehen, 
zwar ebenfalls mit den gleichen mit Höfen versehenen Tüpfeln 
versehen sind, wie die an ein anderes Gefass anstossenden 
Wandungen, bei welchen aber der Einfluss, den die benach¬ 
barten Zellen aiisüben, sich darin ausspricht, dass die Tüpfel 
der an die Zellen angrenzenden Wandungen weitläufiger ge¬ 
stellt sind. Solche Gefässe finden sich an Bixa Orellana, 
Acacia lophantha, Sophora japonica. C. Bei stärker ausge¬ 
sprochener Abhängigkeit der Gefässe von den Zellen bleiben 
zwar die an andere Gefässe anstossenden Wandungen ganz 
dicht mit Tüpfeln bedeckt, allein die an prosenchymatose 
Zellen anstossenden Wandungen sind mit sehr entfernt stehen¬ 
den Tüpfeln besetzt, oder auch, wenigstens auf grösseren 
Strecken ganz frei von denselben. Die an Markstrahlen an¬ 
grenzenden Stellen besitzen endlich Tüpfel ohne Hof. Solche 
Gefässe finden sich an Sambucus nigra, Betula alba u. a. m. 
D. Bei noch stärker hervortretendem Einflüsse der anliegen¬ 
den Zellen, welche alsdann gewöhnlich mehr die Form von 
parenchymatösen als prosenchymatosen Zellen besitzen, zeigen 
endlich nur noch die an andere Gefässe anliegenden Wandun¬ 
gen Tüpfel, welche von einem Hofe umgeben sind, alle an 
Zellen anstossende Wandungen dagegen häufige und grosse 
Tüpfel ohne allen Hof, daher ganz von der Form der Tüpfel 
in parenchymatösen Zellen, z. B. an Cassyta glabella, Bombax 
pentandrum, Hernandia ovigera. E. Eine blosse Modification 
dieser Bildung, welche jedoch ein sehr eigenthümliches An¬ 
sehen besitzt, ist die Form, bei welcher die an ein anderes 
Gefass anstossenden Wandungen die Form von Treppengängen 
besitzen, indem die Tüpfel zu Spalten, welche die ganze 
Breite der GefässWandungen einnehmen, ausgedehnt sind, wäh¬ 
rend die an Zellen anstossenden Wandungen mit grossen 
Tüpfeln ohne Hof besetzt sind. Chilianthus arboreus, Cynan- 
chum obtusifolium. Die Gefässe, von denen bis jetzt die Rede 
war, haben zwischen den Tüpfelreihen glatte Wandungen, die 
folgenden aber Spiralfasern, welche an der innern Wandung 
verlaufen. Diese Gefässe nun kann man unter folgende Ab¬ 
theilungen bringen. F. Sämmtliche Gefässe sind mit Tüpfeln, 
die einen Hof besitzen, bedeckt; die grossem besitzen glatte 
Wandungen, bei den kleinern laufen zwischen den Tüpfeln
        

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