Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Jahresbericht über die Arbeiten für physiologische Botanik in den Jahren 1842 und 1843
Person:
Link, Heinrich Friedrich
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29422/101/
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für physiologische Botanik. 99 
Botanische Zeitung 1843. 32. St. S. 537. 538. Der Verf. 
zählt hier die verschiedenen Formen auf, welche in unsern 
Gärten als Bastarde gezogen werden, doch ohne sie genauer 
zu beschreiben oder ihren Ursprung zu erklären. Sie kom¬ 
men allein in der Gattung Gymnogramma vor und zw7ar nur 
in der Untergattung oder Abtheilung, die ich Ceropteris ge¬ 
nannt habe. S. Filicum species in Hort. Reg. botanico Bero- 
lin. 4841. Diese dem Verf. bekannt gewordenen Formen 
sind: 1) Zwischen G. chrysophylla und G. peruviana ist G. 
L’Herminieri (Filic. sp. p. 164). 2) Zwischen G. chrysophylla 
und G. distans eine Form (C. Massoni, Fil. sp. p. 143). 
3) Zwischen G. chrysophylla und G. dealbata steht G. Mar- 
tensii. 4) Zwischen G. chrysophylla und C. calomelanos 
zwei Formen. (Eine ist G. Martensii Fil. sp. p. 143). 5) 
Zwischen G. calomelanos pnd G. distans eine Form. 6) Zwi¬ 
schen G. dealbata (G. tartarea) und G. calomelanos ebenfalls 
eine Form. Es ist wohl kein Zweifel, dass diese Mittelformen 
nicht zu den Bastarden, sondern zu den Varietäten müssen 
gerechnet werden. Bekanntlich sind manche Gattungen, und 
in diesen manche Arten mehr als andere Ausartungen unter¬ 
worfen, wie wir an den Weidenarteil sehen, unter denen auch 
z. B. Salix aurrita weit mehr der Abänderung unterworfen 
ist, als Salix pentandra. ln der Gattung Ceropteris kommt 
noch die veränderliche Wachsausschwitzung hinzu, die bald 
gelb, bald weiss ist, sogar an einer und derselben Pflanze 
gelb und weiss. So häufig die künstlich erzeugten Bastarde 
jetzt sind, so selten sind die von der Natur oder vielmehr 
in der Natur erzeugten, und am wenigsten kann man sie 
unter den Kryptogamen vermuthen, wo der männliche Bliiten- 
staub so versteckt ist, dass er sich nicht weit verbreiten 
kann, wenn er überhaupt vorhanden sein mag. 
3. Algen. 
F. T. Kiitzing, Die Umwandlung niederer Algen¬ 
formen in höhere, so wie auch in Gattungen ganz 
verschiedener Familien und Klassen höherer Cry- 
ptogamen mit zelligen, in Natuurk undige Verhan- 
delingen van de Hollandseh. Maatschappy d. We- 
tensch. Tweed. Verzamel. 1 D. Haarlem 1841. p. 1. 
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