Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Jahresbericht über die Arbeiten für physiologische Botanik im Jahre 1841
Person:
Link, Heinrich Friedrich
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29421/23/
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ferva zonata und der Draparnaldia plumosa, wo Mold es 
schon gesehen, zeigt es sich auch sehr schön in der Drapar¬ 
naldia tenuis, wo es in der Mitte der Zelle liegt. Draparnal¬ 
dia glomerata und Dr. uniformis Agardh haben es auch, letztere 
wenig regelmässig. 4) Spindelförmiges Chi. (fusiforme). Sehr 
schön zeigt es sich in der Tyndaridea pectinata, wo es im 
Anfänge zwei Kugeln bildet, aus denen sich die grüne Materie 
sternförmig verbreitet, dann entstehen zwei Verlängerungen, 
verbinden sich mit einander, und gehen in einen spindelför¬ 
migen Körper über, nachdem die sternförmige Masse absor- 
birt worden, der sich in zwei Kegel endigt. Dieser Körper 
enthält das Sporidium, oder ist es selbst. Die Vereinigung 
zweier Fäden ist nicht immer nothwendig, um einen solchen 
erzeugenden Körper hervorzubringen; sie geschieht übrigens 
zwischen den beiden endochromischen Massen. 5) Doppelt- 
cylindrisches Chi. (bilineaire). Zwei Cylinder liegen parallel 
neben einander in einem Gliede der Draparnaldia plumosa. 
6) Viereckiges Chi. (carrée). Merkwürdig. Die grüne Materie 
in Ilydrodictyon utriculatum tritt aus ihren Zellen heraus und 
formt sich in viereckige Massen, die sich nachher in vier Theile 
theilen. 7) Sternförmiges Chi. (stellée). Die vorhandenen Ar¬ 
ten von Tyndaridea liefern bekannte Beispiele. 8) Aestiges 
Chi. (rameuse). Tritt ebenfalls aus den Zellen von Hydro- 
dictyon utriculatum heraus, und bildet, wie das obige, Vierecke, 
wie Aeste, die aus einem Mittelpunkt zu fünf, sechs, sieben 
oder mehren hervorkommen. Zu gewissen Zeiten haben die 
Körner in den Zellen von Hydrodictyon eine Bewegung und 
dann tritt auch die grüne Materie heraus. — Der Verf. geht 
nun zu dem körnigen Chlorophyll über, und redet zuerst von 
den scheinbaren Stielchen, welche Raspail und Turpin woll¬ 
ten gesehen haben. Die Körner berühren oft die Wand so 
genau, wenn auch nur in einem Punkt, dass die Haut der 
Zelle, zu dem Korn hingezogen, ein Stiel scheint, ln andern 
Fällen erscheint das Korn ordentlich gegen die Wand der Zelle 
platt gedrückt. Die Arten des körnigen Chlorophylls sind: 
9) Linienförmiges Chi. In Reihen gestellte Körner, die Kreis¬ 
bogen machen, sind die generischen Kennzeichen der Gattung 
Nostoc. 10) Axen-Chl. Die Körner bilden in der Axe der 
Zellen einen Cylinder, in Conferva capillaris, quadrangula,
        

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