Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Jahresbericht über die Resultate der Arbeiten im Felde der physiologischen Botanik von dem Jahre 1839
Person:
Meyen, Franz Julius Ferdinand
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29419/187/
179 
der guten Hoffnung aufgehalten hat und daselbst theils als 
Gärtner, theils als Reisender beschäftigt war, giebt einige Be¬ 
obachtungen über das Klima, den Boden und die Vegetations- 
Verhältnisse jener Gegenden. Die Vegetation auf den ober¬ 
sten Punkten der Gebirge des Caps ist öde; aufser einigen 
jScirpus, Isolepis, Boletus und Flechten komme daselbst sel¬ 
ten etwas anderes vor. Auf dem Plateau des Tafelberges, 
etwa 30 Morgen grofs, findet man die Gattungen Elichrysum, 
Gnaphalium, Xeranthemum, Arctotis, J uncus, Isolepis, Scir¬ 
pus u. s. w. Herr Leib old giebt hierauf ein sehr ausführ¬ 
liches Verzeichnis der Pflanzengattungen, welche auf den ver¬ 
schiedenen Punkten des Felsengebirges Vorkommen, das fast 
eben so hoch als der Tafelberg ist. Die Protea-Arten, be¬ 
sonders Pr. argentea, bilden grofse Wälder in der Nähe der 
Capstadt, wo Bäume von 50 Fufs Höhe und am Fufs des 
Stammes 12 Zoll im Durchmesser Vorkommen; es ist dieser 
Baum das Hauptbrennmaterial am Cap. 
In den Gärten zunächst der Capstadt wachsen Limonen, 
Citronen, Apfelsinen von der Gröfse nicht unbedeutender Lin¬ 
denbäume; die Feigen tragen zweimal; ferner Psidium pyri- 
ferum, Mespilus japonica, Castanea vesca, Juglans regia, 
Punica Granatum, Morus nigra, Pfirsich, Aprikosen und 
Pflaumen, die hier ganz besonders gut gedeihen. Ferner Bir¬ 
nen und Aepfel. Coffea arabica bringt Früchte und Musa 
ornata und pnradisiaca gedeihen vortrefflich. Quitten sind 
allgemein zu Hecken angepflanzt. Sorghum Caffrorum, Ar- 
duini Jacq. und deren Varietäten sind ein Haupt-Nahrungs¬ 
mittel der Caffern und anderer Schwarzen. Die Getreidearten 
werden fast alle im Herbste gesäet und kommen im Frühjahr 
zur Reife. 
Einige kurze Mittheilungen über die Vegetation am Cap 
der guten Hoffnung und von van Diemen’s Land sind noch 
von einer ungenannten Dame im Anhänge zum Botanical Re¬ 
gister (1839. pag. 52.) enthalten. 
Von Herrn Eduard Otto*) haben wir eine Reihe von 
Mittheilungen über dessen Reisen auf der Insel Cuba erhalten, 
*) S. allg Gartenzeitung etc. von Fr. Otto und Alb. Dietrich 
1839. No. 21-28 und 46. 
12*
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.