Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Jahresbericht über die Resultate der Arbeiten im Felde der physiologischen Botanik von dem Jahre 1839
Person:
Meyen, Franz Julius Ferdinand
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29419/150/
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4) Der gröfste Theil der Systeme mit 5, 7, 9, 11 Verti¬ 
kalreihen sind alternirende Systeme von einer Grundwendel; 
ihre Divergenz ist J-, Ty des Stengelumfanges. 
5) Zwischen zwei auf einander folgenden Systemen be¬ 
stimmt das untere die Stellung des oberen. Es giebt weder 
Prosenthesen, noch Uebergangswinkel, noch Lücken( wie 
Schi mp er und Braun annehmen. 
6) Ist in den Systemen mit mehreren Grundwendeln der 
Ausgangspunkt einer derselben bestimmt, so ist es auch die 
Stellung des ganzen Systèmes. 
7) Das letzte Blatt des untern Systems ist der Ausgangs¬ 
punkt der ersten Divergenz des obern Systems, wenn die bei¬ 
den auf einander folgenden alternirend sind, oder wenn das 
obere System allein wirtelförmig ist. 
8) Folgt aber auf ein wirtelförmiges System ein alterni- 
rendes, so ist eins von den Blättern des letzten Wirtels der 
Ausgangspunkt der einzigen Grundwendel des zweiten Systèmes. 
9) Folgen mehrere Systeme mit mehrfachen Spirallinien 
auf einander, so ist ein einziges von den Blättern des letzten 
Wirtels der Ausgangspunkt einer Grundwendel des zweiten 
Systèmes, wenn die Zahlen der Blätter der zwei auf einander 
folgenden Wirtel Primzahlen unter einander sind. Haben diese 
Zahlen aber 2, 3, 4 zu ihrem gemeinsamen Divisor, so wer¬ 
den 2, 3,4 Blätter des untern Wirtels der Ausgangspunkt eben 
so vieler Grundwendel, die zu dem oberen Systeme gehören. 
10) In gewissen Fällen scheint es so, als wenn die Blät¬ 
ter des obern wirtelförmigen Systèmes so gestellt wären, dafs 
sie den untern vorangingen. 
11) Zu welchem Systeme auch immerhin ein Ast, der in 
der Achsel eines Blattes entstanden ist, gehören mag, so ist 
dieses letztere immer der Ausgangspunkt der ersten Divergenz 
der Grundwendel des Astes, oder wenn mehrere vorhanden 
sind, von einer derselben. Aus diesen Hauptsätzen ergiebt 
sich also, dafs es die Geometrie ist, welche uns die Erklärung 
für sämmtliche bekannte Systeme der Blattstellung giebt. 
Die Herren F. L. Fischer und C. A. Meyer*) haben 
*) Bulletin scientifique de l’Academie des scienc. de St. Peters- 
bourg. VI. pag. 199-203.
        

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