Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Jahresbericht über die Resultate der Arbeiten im Felde der physiologischen Botanik von dem Jahre 1839
Person:
Meyen, Franz Julius Ferdinand
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29419/141/
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die geradreihigen ein ganz genauer. Alle die Spiralsysteme, 
die zur Divergenz ihrer Blätter die Brüche der Peripherie 
-j-, ■§■ u. s. w. haben, so wie alle die verbundenen Systeme 
des zweireihigen (distique) mit der Divergenz -§-, T~ rech¬ 
nen die Herren Br. zu der von ihnen aufgestellten ersten 
Reihe. Die zweite Reihe umfafst alle Pflanzen mit einer ein¬ 
zigen Grundwendel, deren Divergenzen -J, f-, T2T u. s. w. 
sind, oder solche Pflanzen, die eine ungerade Zahl von Verti¬ 
kalreihen haben. Im ersten Kapitel werden die Gesetze der 
Systeme der ersten Reihe erörtert, oder die Systeme mit der 
Divergenz -, ^ u. s. vv. und ihren Verbindungen. §. 1. die¬ 
ses Kapitels handelt von den zweireihigen Blättern (feuilles 
distiques), worunter diejenigen alternirenden Blätter verstan¬ 
den werden, die in zwei einander gegenüberstehenden Reihen 
gestellt, genau um 180° von einander entfernt sind. Selten 
ist diese Stellung bei den Blumen. Dieses zweireihige System 
geht bisweilen auf derselben Axe in ein von ihm verschiede¬ 
nes System über, wie z. B. in das dreireihige System und 
umgekehrt, oder auch in den Quincunx. Der Uebergang von 
dem zweireihigen Systeme zum krummreihigen und umgekehrt 
Soll häufig in der Natur Vorkommen, z. B. an dem Rhizom 
der Convallctria mafalis, Menyanthes trifoliata u. s. w., 
dann ist das letzte zweireihige Blatt der Ausgangspunkt einer 
Spirale von 137^°. Auch der Uebergang von dem zweireihi¬ 
gen System zum geclreiten (terne) ist nicht selten, wie z. B. 
an den zweireihigen Blüthen mehrerer Magnolien. Einen Ueber¬ 
gang vom zweireihigen Systeme zum gekreuzten oder gevier¬ 
ten (quaterné) zeigte ein viereckiger Stengel des Cactus ; auch 
wurde an einigen Blüthen von Iris lutescens u. s, w. etwas 
Aehnliches beobachtet. Din Aroideen zeigen den Uebergang 
des zweireihigen Systems zu noch viel zusammengesetzteren, 
deren Beobachtung aber sehr schwierig ist. In allen diesen 
Fällen, wo das zweireihige System in ein anderes übergeht, 
ist immer das letzte Blatt des ersteren der Ausgangspunkt liir 
die Divergenzen des darauf folgenden und umgekehrt im ent¬ 
gegengesetzten Falle. 
§. 2. handelt von dem System der dreireihigen Blätter 
(feuilles tristiques), deren Divergenzwinkel 120° oder ein Drit¬ 
tel des Stengelumfangs beträgt; es ist öfter bei den Monoco-
        

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