Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Jahresbericht über die Resultate der Arbeiten im Felde der physiologischen Botanik von dem Jahre 1838
Person:
Meyen, Franz Julius Ferdinand
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29418/149/
143 
bisher in der Niederlausitz 2739 Arten von Pflanzen aufge¬ 
funden, worunter 1129 Phanerogamen (mit 118 Kulturpflanzen, 
also nur 1011 wildwachsende Vorkommen. Diese Phaneroga¬ 
men zeigen 241 Mono cotyledonen und 770 Dicotyledonen, 
so dafs sich jene zu diesen gleich 1 ; 3,19 verhalten. Da¬ 
gegen verhalten sich die Monocotyledonen zur gesammten 
phanerogamen Flor gleich 1 :4,19. Die folgende Tabelle 
giebt die Verhältnisse an, welche die vorzüglichsten Familien 
in jener Flora der Niederlausitz zeigen: 
Namen der Familien. Artenzahl. Verhältnifs zu allen 
Phanerogamen. 
Gramineen 
80 
1 
12,63 
Cyperoideen 
65 
1 
15,55 
Junceen 
22 
1 
45,95 
Mmentaceen 
30 
1 
33,7 
Synanthereen 
99 
1 
10,21 
Labiaten 
46 
1 
21,95 
Personaten 
46 
1 
21,91 
Vmbelliferen 
40 
1 
25,27 
P apilionaceen 
50 
1 
20,22 
Rosaceen 
38 
1 
26,60 
Tetradynamen 
32 
1 
31,54 
Caryophylleen 
41 
1 
24,65 
Nach der Vergleichung der Verhältnifszahlen mit denjeni¬ 
gen der Floren benachbarter Länder kommt Herr Raben horst 
zu dem Resultate, dafs sich die Flora der Niederlausitz in 
statistischer Hinsicht besonders durch die Familien der Cype- 
roideen, der Labiaten und der Caryophylleen characterisirt. 
Nach der Ansicht derjenigen Botaniker, welche da glau¬ 
ben, dafs man die Vegetation eines Landes am besten durch 
solche Zahlenverhältnisse characterisirt, müfste die Vegetation 
der Niederlausitz grofse Aehnlichkeit mit jener des südlichen 
Europa zeigen, wo man das Reich der Labiaten und Ca¬ 
ryophylleen aufgestellt hat. Aber sie mögen hingehen und 
sich vom Gegentheile überzeugen! (Ref.) 
Die Herrn Kor thaïs und Müller*) haben im Nov.1836 
*) Berigten over Sumatra, etc. te Amsterdam 1837. Entnommen 
aus v. Froriep's Notizen. V. Bd. 1838. pag. 244 etc.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.