Bauhaus-Universität Weimar

Beschreibung eines neuen Chronographen. 
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Anker von den Elektromagneten angezogen werden, entstehen 
an den Geraden Ausbuchtungen von entsprechender Länge 
Indem man den einen der Magneten in eine durch die 
Schwingungen einer Stimmgabel unterbrochene Leitung einfügt, 
zeichnet die ihm zugehörige Schreibfeder die Schwingungskurve 
der Stimmgabel auf das bewegte Papier. Wird der andere 
Magnet einer zweiten Stromleitung eingefügt, so dafs der 
Strom von den zur Messung bestimmten Vorgängen unter¬ 
brochen wird, so entstehen entsprechende Ausbuchtungen, deren 
Entfernung von einander an der Stimmgabelkurve leicht ab¬ 
gemessen werden kann. 
Bei bekannter Schwingungszahl der Stimmgabel ist das 
Zeitintervall einfach zu berechnen. 
Im thatsächlichen Gebrauche waren abwechselnd eine 
Stimmgabel von 250 Schwingungen in 1", und eine genau gehende 
Uhr, deren Echappement den Strom zweimal in jeder Sekunde 
unterbrach, als Malsmittel benutzt. Die Uhr wurde für die 
Messung längerer Zeiten verwendet, bei denen eine Genauig¬ 
keit bis zu 0.1" hinreichend war. 
Um die Stimmgabel dieser neuen Form des Registrieren« 
anzupassen, ist es zweckmäfsig, zwei Kontakte zu benutzen. 
Der eine dient ak Kontakt für die Erhaltung der Stimm¬ 
gabelschwingungen. Der andere dient der Übertragung auf 
den Registrierapparat, und wird so eingestellt, dafs der Strom- 
schlufs erst im letzten Moment der Schwingung erfolgt. Dies 
ist notwendig, damit ein hinreichender Wechsel der Intensität 
des induzierten Magnetismus möglich wird. 
Die Benutzung eines zweiten Kontakts bietet insofern einen 
Vorteil, als andernfalls die Amplitude der Anfangsschwingung 
eine sehr grofse sein mufs, um die Berührung mit dem Queck¬ 
silber zu erreichen. 
Um zu prüfen, bis zu welchem Teil von 1" die Messungen zu¬ 
verlässig sind, wurde folgende Kontrollversuche ausgeführt. Unter 
ein mit Stahlschneide auf einem Stahllager ruhendes Pendel, 
dessen Bewegung stets von ein und demselben Punkt seines 
Bogens aus erfolgt, waren zwei Stromunterbrecher (Fig. II) an¬ 
gebracht, die aus kleinen, leicht bewegbaren rechtwinkeligen 
Stückchen Messing (S Sj bestehen. Diese sind um die Axen A A 
drehbar. Indem die Pendelspitze die Spitze B schlägt, wird 
■die Leitung KAZM unterbrochen. B fällt nach unten und 
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Zeitschrift für Psychologie X.
        

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