Bauhaus-Universität Weimar

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P (juillet über Geschwincligkeitsmessiiiig. 
irischen Kette in Verbindung stand. Der andere IJol derselben 
war durch den Galvanometerdraht mit einer Feder verbunden, 
welche nahe der Pheripherie der Glasscheibe sich stets gegen 
dieselbe prefste. Wird nun die Glasscheibe in eine constante 
Rotation gesetzt, so wird der Strom durch den Staniolstreifen 
so lange hergestellt als derselbe mit der Feder im Contact bleibt. 
Die Dauer des Stromes wird also gleich der Dauer des Durch¬ 
ganges des Stromes unter der Feder sein, oder hier, wenn sich 
die Scheibe einmal in der Sekunde umdreht, gleich -^Vöt Se¬ 
kunde. — Hr. Pouillet fand, dafs eine ÜANiEL’sche Batterie 
von 6 Elementen mit 40 Meter eingeschaltetem Kupferdraht von 
1 mm. Dicke während einer Dauer des Stromes von Sek. 
ein gewöhnliches Galvanometer um 12° ablenkte, wozu die Na¬ 
del eine Zeit von 10 Sek. gebrauchte. Ein MELLom’sches Gal¬ 
vanometer erhielt dagegen schon durch ein einziges Element 
dieser Kette mit 20 Meter eingeschalteten Drahtes von dersel¬ 
ben Stärke eine Ablenkung von 15°. Um das Instrument prak¬ 
tisch brauchbar zu machen, hat Hr. Pouillet eine Tabelle em¬ 
pirisch entworfen, welche die Relation zwischen der Stromstärke, 
der Dauer des Stromes und dem Ausschlage der Nadel angiebt, 
aus welcher man also die Dauer eines Stromes von bestimmter 
Stärke, welche dem beobachteten Ausschlage der Nadel ent¬ 
spricht, leicht auffinden kann. Er giebt an, dafs er auf diesem 
Wege die Zeit, welche zwischen dem Aufschlagen des Hahnes 
eines Gewehres und dem Heraustreten der Kugel aus der Mün¬ 
dung, gemessen und die Ausschläge der Nadel vollkommen gleich 
gefunden habe. Die Tabelle ergab eine Zeitdauer von T|¥ bis 
Sekunden. Auch zür Messung der Geschwindigkeit eines 
Geschosses an einer beliebigen Stelle seiner Bahn soll das In¬ 
strument brauchbar sein, indem der Strom durch ein System 
ausgespannter Seidenfäden, wenn das Geschofs hindurch geht 
und es zerreifst, hergestellt und durch Zerreifsen des Leitungs¬ 
drahtes wieder unterbrochen wird, wenn dasselbe den Raum bis 
zu ihm zurückgelegt hat. Hr. Pouillet will sein Instrument 
auch zur Messung der Stromstärke instantaner Ströme anwen¬ 
den. Er giebt indefs zu, dafs die genaue Graduirung des Gal¬ 
vanometers mit grofsen Schwierigkeiten verknüpft ist, indem die
        

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