Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Wirkung der räumlichen Vertheilung des Lichtreizes auf die Netzhaut
Person:
Mach, Ernst
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29389/3/
Über die Wirkung: der räumlichen Vorllioilimg des Lirbfreizes auf die Net/,baut. 308 
flächen von rotirenden Cylindern aussehen werden. Alle bestätigen 
das eben anfgestellte Gesetz. 
Man kann nun leicht zeigen, dass die Erscheinung nicht den 
rotirenden Scheiben und dem inlermillirendcn Liebte eigentbiimlicb 
ist, sondern überall auflritl, wo sieb die entsprechenden Helligkeits- 
Verhältnisse finden. 
leb trachtete mir ruhende und mit continuirlichem Liebte 
beleuchtete Flächen von denselben Lichtabstufungen wie die rotiren¬ 
den Scheiben zu verschaffen. Zu diesem Ende versuchte ich zunächst 
meine Scheiben während der Rotation zu photographireu, indem ich 
annahm, dass sich das photographische Papier wie die Netzhaut nach 
dem Tal h ot-Pl a tea u’sehen Gesetze verhalten würde. Wurde nun 
diese Vermuthung schon dadurch bestätigt, dass diese Photographien 
vollkommen den rotirenden Scheiben glichen, so gelang es mir zu¬ 
dem dieselbe durch einige Experimente noch strenger zu beweisen. 
Ich habe dabei immer die Methode im Auge, nach welcher zuerst eine 
negative Matrice und von dieser das positive Bild abgenommen wird. 
Fragen wir zunächst, in wiefern überhaupt Photographie und 
Original dieselben Helligkeitsverbältnisse darbieten. Das Original sei 
ein rechteckiger Streifen, dessen Helligkeit der Länge nach variirt. 
Nennen wir y die Lichtintcnsität einer Stelle und x deren Abstand 
von einem Ende des Streifens, so haben wir y = f(x). Schreitet 
nun z. 11. bis zur vollständigen Ausweichung des photographischen 
Papieros die Schwärzung jeder Stelle proportional der Expositionszeit 
und proportional der Bestrahlungsintensitäl vor, so haben wir für das 
llild //, — y -\- J -f(x). Hiebei hängt die Constante q von der Exposi¬ 
tionszeit ab und die Constante p müssen wir hinzufügen, weil die 
Helligkeit des ungeschwärzten Papiercs sehr verschieden sein kann, 
ferner weil selbst die dunkelsten Stellen der Matrice noch Licht 
durchlassen und demnach auch solche Stellen des positiven Bildes 
noch geschwärzt werden, welche eigentlich ganz weiss bleiben sollten. 
Die Lichtcurve des Bildes wird also nach den gemachten Voraus¬ 
setzungen aus der Lichtcurve des Originals abgeleitet, indem man 
sämmtliehc Ordinat.cn der letzteren mit derselben Grösse multipli- 
cirl und dann die ganze Curve parallel zur Ordinate verschiebt. Die 
neue Curve ist der alten affin. Da nun hiebei 
dy, dy d'y, 
(Ix 
^ (ix ' dx2 
d'-y 
n. - u. s. w. 
1 dx2
        

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