Bauhaus-Universität Weimar

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man die Gabel in grofser Entfernung zu hören. Noch auf¬ 
fallender ist dief8 an einer menschlichen Stimme wenn diese 
im Grundtoue der Nörremberg'schen Röhre spricht. Man 
hört diese Stimme wie über die Gasse herüber. Denselben 
Effect erhält man, wenn man mittelst einer Luftpumpe die 
Luft in den äufsern Gehörgängen comprimirt, dadurch die 
Trommelfelle spannt und für tiefere Töne schwingungsunfä¬ 
hig macht. Man meint dann die Stimme eines Nebenstehenden 
aus grofser Entfernung zu hören; sie erscheint der Bauch¬ 
rednerstimme ganz ähnlich. Diese TJrtheilstäuschungen spre¬ 
chen offenbar für die aufgestellte Behauptung. 
Auf die Schätzung der Lage der Schallquelle, über 
welche ich zahlreiche Beobachtungen gesammelt habe, komme 
ich später zu sprechen. 
X. Studien über die Gase; 
von Dr. H. W. Schroeder van der Kolk. 
§. I. Einleitung. 
Sofern der Satz der mechanischen Wärmetheorie, dafs der 
Zustand eines Körpers nur von zwei gegebenen Gröfsen 
abhängig sey, als statthaft betrachtet werden kann, läfst 
sich auch die Formel pv = kr, wo p den Druck, v das Vo¬ 
lumen, und t die absolute Temperatur bezeichnet, als für 
alle Körper gültig betrachten, k ist dann im Allgemeinen 
eine veränderliche von Temperatur und Druck abhängige 
Gröfse; setzt man sie constant, so erhält man die Formel 
des Körpers, den man ein ideelles Gas genannt hat. Die 
wirklichen Gase nähern sich sehr diesem Zustande; die Ver¬ 
änderungen, welche Temperatur und Druck hier im Werthe 
von k hervorrufen,. sind sehr gering. Für einige Gase, 
namentlich für Wasserstoff, Luft, Kohlensäure und Stick¬ 
stoff erlauben die Régna ult’sehen Bestimmungen, die
        

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