Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über den physiologischen Effect räumlich vertheilter Lichtreize (Zweite Abhandlung)
Person:
Mach, Ernst
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29387/5/
Über den physiologischen Eifert räumlich vertheiltcr Lichtreize. 13b 
Man kann auch die Photographien rotirender Scheiben durch 
Spiegelung in einem Planglase zur Deckung heiligen. 
[>. Man kann endlich auch die rotirenden Scheiben auf Glas 
durchsichtig photographiren, die Gläser einfach übereinander legen 
und hindurchsehen. 
6. Ein bequemes Mittel, sich beliebige Lichtflächen darzustellen, 
besteht in Folgendem : 
Man formt aus einer halbdurchsichtigen Substanz einen Körper, 
der einerseits von einer Ebene, andererseits von einer beliebigen 
Fläche begrenzt ist. Die Ebene falle 
mit der Xlr-Ebene eines Coordinaten- 
systems zusammen. Die Gleichung der 
unregelmässigen Fläche sei z=fQv, y). 
wobei * zugleich die Dicke derPlattean 
irgend einer Stelle darslcllt. Eine solche 
Platte in den Fensterladen gesetzt, wird 
eine Lichtfläche darstellen von der 
Form i = Ae~*f(r’vK wobei A. a constant sind, von der Intensität 
der Beleuchtung und dem Absorptionscoüfficientcn abhängen. leb 
habe mir einige einfachere Formen aus Beinglas schleifen lassen. 
Ich habe nach allen diesen Methoden beobachtet und überein¬ 
stimmende Resultate erhalten. In der folgenden Darstellung will ich 
mich daher allein an die Methode K halten. Es soll hiebei der Ein¬ 
fachheit wegen, da immer nur kleine Ringstücke der auf Glas photo- 
grapbirten Scheiben zur Deckung gebracht sind, von der Krümmung 
derselben abgesehen werden. 
In Fig. 1 auf Taf. I sind A A und BB zwei ringförmige Strei¬ 
fen von rotirenden Scheiben auf Glas photographirt. Die beiden 
Gläser werden so übereinandergelegt, wie es die Figur andeutet. Der 
Streifen A ist, wo er links über die Kreuzung hinausragt, mit den 
Seetoren versehen, welche crin Ruhe zeigen würde, wo er rechts 
hinausragt, ist der Anblick desselben in der Rotation und in der 
Photographie versinnlicht. Die Schraffirnng bezeichnet den dunkler 
erscheinenden Theil. Eben so ist der Streifen BB dargestellt, und das¬ 
selbe gilt von den folgenden Figuren. Der Streifen A A zeigt eine 
subjcctiv hellere Linie aa, eben so BB eine solche ßß. Bei der 
Kreuzung sieht man beide Linien in o sich durchschneiden, ohne 
daß jedoch darum die Durchschnittsstelle merklich heller würde. Es
        

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