Bauhaus-Universität Weimar

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Sie 20. SBanbevoerfammlung ju ÜJiftndicrt. ®aatjurf)t=3tbteilmig. 
2)er töericpterftatter erwibert Ijierju ba8 fjotgenbe: 
„3d) möchte gaii3 furj auf bie bon tgerrn bon Sod)ovo augefchnittene Xenien» 
fyrage eingetjen. §err fkofeffor $ruroirtï) fiat in beut erwähnten löortrage and) 
biefc Srage beleudjtet, foioie in feinem botjügfidjen Seprbucpe1) biefen ©egenftaub 
befjanbelt. §err bon Sodjoio ïjat gelb» unb rotförnigen StaiS nebeneiuaitber 
gebaut unb an ben ßolben jmar unmittetbar feine fyai'bdnberung beobad)tet, tuof)t 
aber Spaltung in ben fpäteren ©enerationen erhalten. 3)a8 9tote ift eben fjarbc 
ber Srucptfchale, niefjt beS ©nbofpertneS, unb tritt bal)er erft ait ben ffrüepten ber 
Stifcplinge erfter ©eneration als bominierenb fjerbor. •'pätte .sperr bon Sodjoio 
berfdjiebeue Sterfmate beS ©nbofpermS felbft berfolgt, j. 33. StaiS mit runzeligem 
ßorn (Sertrin» ober fog. 3uc£ermaiS) unb StaiS mit gelbem ftorn (StärfemaiS) 
burd)einanbergebaut, fo pätte er bon ben Spanien erfter 9trt fofort auch rutibe 
flöriter erïjatten. ®a8 Sterfmal Starfegepalt fdftägt nämtiri) baS Slerfmat Septrin» 
geaalt, unb fd)on au ben Samen ber Stifchlinge erfter ©eneration beobachtet mau 
bie Sluffpattnng nad) bent 93eri)cütni§ 1 : 3. ©in ©teicpeS gilt bon ber Qurbe beS 
©nbofpermes. 3‘ßirb weipföruiger unb gelbförniger StaiS gefreujt, fo anbern bie 
5rüd)te ber fonft lueififöruigeit tpflanjen fofort itjre ffarbe in ©clb. ©benfo liefern 
grünfamige ober runjetfamige ©rbfenraffen, getreust mit getbfamigen ober glatt» 
famigen, fofort in ben Jpittfen gelbe ober runbe Samen. Seim 9toggen ift baS 
anberS. tpier fdjeirtt eS nad) ben biSfjer g ent ad) ten 93eobad)tungcn feine Genien ju 
geben, wenn and) ©iltnt) fotdie beobachtet haben tu dt. 2fu meinen 23eobad)tung8» 
fiitten pat fid) bon ber Stutter bie Qmchtfarbe bei ßreujung mit einer anbei* = 
farbigen 9taffe nicht geanbert. ©8 toil! mir überhaupt fd)eineu, bap bie grüne unb 
unb getbe Samenfarbe beim 9toggen fiel) nid)t bottftänbig fonftant tuerbe giefjett 
taffen. ©8 gibt eben fogenannte Stittelraffen, bie fd)on bei Selbftbeftänbung ober 
Sdijucpt bod) immer tuieber Spaltung, ba8 peipt eine ungleichförmige Stadpfommen» 
fd)aft ergeben. §ier ift bie ©efepmäpigfeit ber SererbuugSweife nicht ot)ne weiteres 
ju berfolgeu. 2>ie allgemeine 2d)efe, bafj bie Stutter einen ftärferen Sinflitfi atS 
ber Sater habe, ift nicht jutreffenb, fpejietl nicht bei ben benttid) oerfdjiebenen 9toggcn= 
formen. ©8 fommt eben nur barauf an, welche ber beiben ©Item baS bominierenbe 
Sterfmat befipt, ba§ ©efd)ted)t be8 fogenannten UeberträgcrS bcSfetben ift im 
wefenttid)en gteid)cgittig." 
3u Ißunft g per SageSorbnung berichtet §err fßrofeffor ßrau§ = SBeipen» 
ftephan: 
Über bie ©aatgutjüchtung in Üfapeut. 
„Steine §erren! 3d) fonune gern ber Slufforberung nad), in biefem Greife 
uon Sachberftänbigen, ber fid) um bie beutfepe Sftan^cnjüchtung fo grope§ SSerbienft 
erworben hat, über bie Seftrebungen 51t berichten, bie in 33at)crn in ben tepten 3apten 
auf bem ©ebiet ber SPanzenzüd)tung jur ©ettung gefommen finb. ©8 ift alterbingS 
bie tpftan^enjüchtuug in Kapern nicht erft neueften SDatumS. @8 haben fid) fri)on 
früper einzelne Sanbwirte bamit befapt, erber erft in ben teilten 3apren haben bie 
1) Sie 3üc£)timß ber lanbtu. .Kulturpflanzen, 33b. I. 911t ge meine 3üd)tung§(epre, 2. Stuft 
1905. ^Berlin, Saut Sarep.
        

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