Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Anleitung zur Getreidezüchtung auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage
Person:
Rümker, Kurt von
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29302/33/
®aë ©cmtgut. 
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bem Sîoggen I)nt matt btê£)er nod) feinen SBert anf biefe ©tgenfdjaft 
gelegt. 
®ie fÇarbe ift fur ben SBert einzelner ©etreibearten ebenfalls turn 
l)öd)fier Bebeutung, ba man auS ber gefunbctt ttttb für ridftig gehaltenen 
garbe auf bie fÇrtfdje, ttnberborbenheit unb Heimfälfigfeit fehltest. SSte 
bie garbe bei tterfcÇiiebenen ©orten berfelben ©etreibeart toedjfelt, ift alt= 
befannt, id) erinnere nur an bie uttpf)ltgen @d)attiernngen beS SBeijenS, 
eS läfjt fid) baiser für SBeijen leine $arf’e als normaler ©runbton 
angeben. Bei Sîoggen tjaft Hurt ©raf pr Siftfte, t) menigftenS ait ben 
non if)m barauf imtcrfuditen ©orten, bie grünlid) grauen, allenfalls 
auc| bie graugelben Hörner für bie beften, toeil fie meiftenS and) bie 
bollfommenfte gorm, unb Me feinfte, fid) leidet ablöfenbe ©amenfdfale 
unb bie ftärlfte Hleberfd)td)t haben, toogegett bie graugelben Hörner ©in= 
fdfnürungen an ber Heimanlage jeigen unb „ramSnafig" fein füllen. 
®ie braunen unb bunlelbrctunen Hörner finb meiftenS flach (fd)mäd)tig) 
unb haben eine lange, fftitje, Ipcpegenbe, flache Heimanlage unb eine 
rauhe, fdjmer ablösbare @d)ale. Sn meld)ern ßufammenhange biefe 
Farben* unb gormberfdhiebenheitett pm fReifegrab bcS einzelnen HorneS 
unb p feiner Heimfäf)igfeit flehen, barüber finb bisher noch feine $8er= 
fuche angeftellt toorbett. ©S märe im Sntereffe forgfältigfter SluSlefe 
für Smede methobifdjer 3ud)tmahl uid)t °hne 28ert, nach Beziehungen 
p»fd)en gorm unb garbe einerfeitS unb fßeifegrab unb Heimfähigfeit 
refft. HeimungSenergie (©efcfjminbigfeit im Slnfeimett) anbererfeitS p 
fttchen, ba bie SRittel einer mirflid) forgfältigen SluSlefe überhaupt nodj 
fcljr befchränft unb nnboÏÏfommett finb. SBeldjen 9Bert bie gatbe für 
bie Beurteilung ber SRaljgerfte hat, ift allbefannt; man legt auf biefelbe 
einen größeren 2Bert als auf alle anberen SRerfmale. ©ic ift in ihrer 
grofjen ©mfifinblid)feit gegen alle äußeren unb f£imatifd)en ©htflüffc pr 
Urfache ber ©ntmidelung eines fetjr gefdjärften garbenfinneS bei beit 
SRalperfteüerftänbigen gemorben. ®ie einzelnen gemünfdjteit, (hellgelb, 
ftrohgelb tt. f. m.) unb üerbotenen ©chattiernngen (bläulich ober gräulich 
angelaufen, matt, bleiern tc.) f;ter näher p bcffired)cn, hätte feinen 2Bert, 
ba fid) einmal bie 9lnfid)ten barüber ttirgenbS bollfomtnen beden, mie eS 
bei einem auf fo rein fterfönlidfem ©htbruef beru'hettben äRerfmal nidft 
attberS fein faun, unb peitenS med bie garbe nur einen fetjr bebingten 
3) Surt ®raf jur Sippe: 3m ©aatgutjudft. 
9?üm!er, ©etreibejiidptung. 
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