Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Anleitung zur Getreidezüchtung auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage
Person:
Rümker, Kurt von
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29302/31/
2)a9 «Saatgut. 
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grünen fßffanje juin großen Seit ab. ®af)er ift baS abfolute ©etoidjt 
ber 6efte SRafjftab für bie ©üte ber SSare.1) 
®aS fpecififdfe ©etoidjt Wirb ermittelt in SSaffer im .Quftanbc 
feiner größten ®id)te. Sn ber fßrai'iS fe§t man bie unterfte ©renje 
beSfetbeit, toie man fie nod) geftatten mid, mit einer Safÿofung Don be= 
fannter SDidftigfeit feft. S)a§ fpecififcbje ©ewid)t giebt an, toieoiefmaf 
fernerer ein beftimmteS SSoInmen eines Saatgutes ift, als baS gleidje 
fßofumen SSaffer, unb in ber Safjlöfung bon beftimmter ®idjtigfeit finit 
adeS unter, maS fd)merer ift, unb bie Körner, toetdje biefe untere @etoid]tS= 
grenze nidjt erreichen, fdftoimmett oben.2) ®aS fpectfifdje ©emidjt ift in 
bem ©rofjbetriebe für bie SBertbeftimmung Don Saattoare im adgemeinen 
nid)t anmeitbbar, toed feine SSeftimmung mit großen Umftänben berfnüpft 
unb aufferbem nidft oI)ne ©efatjr für baS Saatgut ift, ba eS ben 
QuedungSprojefs einfeitet. SaS Saatgut muff banad) fepr forgfäftig 
toieber getrodnet werben, epe eS in ©ebrauef) fommt. 3)aS fpecififdje 
©ewiept ift auep nur ba ein SSertmafj für Saatgut, too ber nähere Qu- 
fammenpang ber djemifdjett ßufammenfepung 51t bem fpecififcpen ©etoiepte 
erfannt ift. ®ie ©rmittefung beS fpecififdjcn ©etoicpteS tarnt bei 2tuS= 
Übung nxetpobifdjer .guepttoapf unter Umftänben als lepteS SfuSlefemittel 
perangejogen Werben, ba eS 5. S3, befannt ift, baff mehlige 935ei§en£örner 
fpecififdf teiepter finb atS glafige. S)iefe ©rfdfetnung erftärt fiep eiitfad) 
babttrep, baff bei glaftgen Körnern baS Stärtemept fojufagen eingebettet 
ift in eine SRaffe ftidftoffpaltiger Subftanjen, toäprenb in einem meptigen 
lîorn bie feinften gtoifepenräume nur mit Suft erfüdt finb. ©ement= 
fpredfenb ift ber ©urepfepnitt mepliger Körner toeifj, toed baS Cicpt toon 
ungäptigen deinen gtäcpen jurüdgetoorfen wirb, toie oon bem Sdjitce, 
ber auS loder aufeinanber gefepiepteten ftrpftadcu beftept, toäprenb baS 
glafige Sïorn eine buntefe, tieptburepfepeinenbe, fjornige Sdjntttftädje geigtf 
toed baS Sicpt burepfädt, ba bie gtoifepenräume niept mit Suft erfüdt 
finb (toie beim ©ife), fonbern eine eitoeiSartige ÜDfaffe enthalten. ©S ift 
atfo ein gfafigeS .florn relatiu reicher an fReferbeftoffen als ein meptigeS 
unb jwar, toie man nad) aden bergfeiepenben Unterfud)ungen über fpccififcpe 
©etoiepte unb ©iweiffmengen fcpliejfcn muff, reid)er an ©itoeiffftoffen. 3)a 
eS aber biSper nidjt gelungen ift, bei einer SSeijenforte ©tafigfeit (popeS 
*) Sredjäler: fpamtöö. (anb= u. forftte. SBereinêblatt 1882, 97r. 11. 
2) ©enaitere öefdjreibung in Sffiolffenftein: Sourn. f. ganbiu. 1877, ©. 7 ff-
        

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