Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Versuche über Pflanzenhybriden. Zwei Abhandlungen (1865 und 1869)
Person:
Mendel, Gregor
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29259/62/
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Anmerkungen. 
als »Cotyledonenmerkmale« der Hybriden unmittelbar au den 
Kreuzungsproducten abzuleson. 
!)) Zu S. 10. Fälle von Merkmalmiscliung im Gegensätze 
zu der rein alteruirenden Ausprägung der später belracbtoton 
sieben Merkmalspaare bei Pisum. Mendel''& Htilfserklärung durch 
Annahme einer Zusammensetzung z. B. des Merkmales pur¬ 
purne Bliithenfarbe bei Phascolus multiflorus aus einer Anzahl 
rein alternirend ausgeprägter Elomentarmerkmalc siehe I. Ab- 
haudlung S. 34 ff. 
10) Zu S. 10. Noucre Untersuchungen (Tsdicrmalc, Cor- 
rem) haben gezeigt, dass das Geschlecht des sog. Ueberträgers 
oder die Verbindungsweise zweier Formen bei gewissen Hassen 
doch nicht bedeutungslos ist, und zwar zeigt hierbei die Mutter¬ 
form grösseren Einfluss. 
11) Zu S. 11. Einen solchen Vortheil der Fremdbestäu¬ 
bung gleicher Varietät (isomorphe Xeuogamie) vor der Selbst¬ 
bestäubung hat Darwin bei 57 von 83 untersuchten Arten 
festgostellt. Bei Pisum fand Tschennalc einen solchen Höhen- 
zuwachs auf Verbindung gewisser Rassen beschränkt. 
12) Zu S. 11. Beispiele für Verstärkung elterlicher 
Eigenschaften bei Hybriden sowie von Auftreton neuer Merk¬ 
male, welche allerdings zumeist als dem Variätionskroiso einer 
der beiden Stammformen angehörend bekannt sind, finden 
sich in der ältoren Litteratur, sowie in den neueren Arbeiten 
(Tschennalc) mehrfach angeführt. Hier sei an die Bestätigung 
der Steigerung dos Purpurmerkmales durch letzteren Autor 
erinnert, beobachtet an Descendenten aus Kreuzung purpur- 
producircnder und purpurloser Erbsen- und Bolmenrassen. 
13) Zu S. 11. Die directen Descendenten aus Selbstbe¬ 
fruchtung der Hybriden nennt • Mendel die erste Generation 
der Hybriden; deutlicher wäre Tochtergeneration der Hybriden 
oder »zweite Generation dor Mischlinge«. 
14) Zu S. 12. Tschennalc erhielt bei analogen Versuchen 
durchschnittlich 25 % rein gelbsamige Hülsen und bestätigte 
Mendel’s Angabe, dass keineswegs in der einzelnen Hülse oder 
an der einzelnen Pflanze, sondern nur als Durchschnitt aus 
einer grösseren Anzahl von Individuen das Verhältnis 3 : 1 
festzus teilen ist. 
15) Zu S. 13. Immerhin kommen vereinzelt auch zweifel¬ 
lose Fälle von Merkmalmischung, d. h. Ueborgangsformen 
zwischen gelber und grüner Farbe, runder und runzeliger Form
        

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