Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die negative Schwankung des Muskelstromes bei der Zusammenziehung. Erste Abtheilung (Archiv für Anatomie, Physiologie und wissenschaftliche Medicin, 1873, S. 517)
Person:
Du Bois-Reymond, Emil
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29157/13/
414 XXV. Ueber die negative Schwankung des Muskelstromes 
u. s. 
schwer, erstens, weil deren Stärke unter Anderem von der Dauer 
Tetanus abhängt, mit dessen Fortsetzung sie zuletzt in eine da/ ^ 
Schwächung des Stromes des zur Er- [532] Schöpfung tetanisirten M v 
übergeht; dann aber und vorzüglich, weil die schnelle Bewegung d* 
Fadens auf der Theilung nach Aufhören des Tetanus so allmählich • 
die langsame übergeht, die dem Schwinden der Nachwirkung entsnri u 
dass man nicht weiss, wo die Grenze liegt. Man wird sich aber ein im 
Allgemeinen hinreichend zutreffendes Bild der Erscheinung machen, wem 
man sich zu einer aus dem Zustande der Compensation erfolgenden 
negativen Schwankung von 20080 eine Nachwirkung von 2080 voisteDt 
Dabei wird angenommen, dass das Tetanisiren nicht länger fortgesetzt 
wurde, als nöthig, um das Maximum der Schwankung zu erhalten, und, 
wie überhaupt bisher, dass der Strom von künstlichem Querschnitt abge¬ 
leitet wird. Wir werden sehen, dass bei Ableitung von natürlichen 
Querschnitt die Erscheinungen sehr verschieden sich gestalten. 
Fährt man bei compensirtem Strome des ruhenden Muskels mit 
dem Tetanisiren über das Maximum der Schwankung hinaus fort, so wirf 
die rückgängige Bewegung des Fadens immer langsamer. Zuletzt kommt 
ein Punkt, wo die Schwankung eine beständige Grösse angenommen n 
haben scheint. Hört man aber auf zu tetanisiren, so erfolgt kein weiterer 
Rückgang mehr, der eine Hebung des Stromes anzeigte, und auf munit 
telbar erneutes Tetanisiren auch keine negative Schwankung mehr. Eben¬ 
sowenig aber findet Zuckung statt. Mit anderen Worten also, de 
Nervmuskelpräparat ist unter den vorhandenen Umständen unerregbw 
geworden, und sein Strom erscheint dauernd geschwächt Erst 
einer Zeit der Buhe erhält man wieder Zuckung, und dem entspMMff* 
eine Spur von Schwankung. Verfährt man ebenso ohne Comps®*** 
so wird zuweilen die Schwankung, die sich aber dabei. nur U 
wenige Scalentheile beläuft, positiv; sie erscheint aber negativ, so»* 
man compensirt. Die positive Schwankung rührte also davon h®, 
eine Widerstandsverminderung beim Tetanus die Verminderung 
tromotorischen Kraft überwog. Verschiebung der Thonspitze 8® 
schnitt kann nicht Grund der Widerstandsverminderung sein, Off® T 
zieht sich unter diesen Umständen der Muskel nur noch fast UD*l 
merklich zusammen, zweitens wäre unverständlich, weshalb 0»^ 
bung nicht auch zuweilen Widerstandsvermehrung bedingte. 
Standsverminderung scheint vielmehr einerlei zu sein 
früher unmittelbar von mir nachgewiesenen Verminderung ff 
Standes der Muskelsubstanz im Tetanus (vergl. oben S. 412) ^ 
bei der Ermüdung langsamer abnehmen würde, als die ff 
kung, ganz wie nach Ed. Webeb die Vergrösserung des 
mit d®
        

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