Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber den Einfluss körperlicher Nebenleitungen auf den Strom des M. gastroknemius des Frosches (Archiv für Anatomie, Physiologie und wissenschaftliche Medicin, 1871, S. 561)
Person:
Du Bois-Reymond, Emil
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29156/12/
§. Y. Widerstand von Muskel, Thon und Salzlösung. 
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ßeihe beobachtete ich nach einander 5 Werthe von i0, 5 von it, 5 von im, 
10 von ii, 5 von im, 5 von it, und zuletzt wieder 5 von i0, und nahm 
das Mittel aus den 10 zu jeder Anordnung gehörigen Zahlen, um vor¬ 
schreitende Veränderungen des Apparates möglichst auszugleichen. Die 
Schwankungen betrugen nur wenige Procente der Werthe. Ich erhielt in 
Scalentheilen: 
io h im ii 
I. 48-0 21-6 30-4 36-8 
H. 59-1 23-7 32-6 41-4 
Daraus folgt 
I I. 4-013 : 1-905 : 1-000. 
W‘ : Wm 1 Wl 1 H. 3-598 : 1-904 : 1-000. 
Die Zahlen für den Widerstand des Muskels bezogen auf den der 
Lösung als Einheit stimmen in beiden Reihen so überein, dass die sonst 
hier bedeutungslose dritte Decimal^ berücksichtigt werden musste, um 
den Unterschied auszudrücken: eine Gleichheit, wie sie wohl nur das 
Werk eines günstigen Zufalls sein kann. Absolut sind diese Zahlen bei¬ 
läufig etwas verfälscht durch Absterben des Muskels am Querschnitt (s. 
[575] oben S. 371) und durch die Fliesspapierscheiben an beiden Enden 
des Lösungsrohres. Die Zahlen für den Widerstand des Thones stimmen 
ausser Verhältnis schlechter, warum, weiss ich nicht zu sagen. 
Der Thon war derselbe, dessen ich mich gewöhnlich bediene. Es 
schien angemessen, einmal seinen procentischen Gehalt x an dreiviertel- 
procentiger Steinsalzlösung1 festzustellen. Durch Bestimmung der Menge 
Lösung, die man verbraucht, um eine bestimmte Menge Thon zur rich¬ 
tigen Consistenz anzukneten, gelingt dies nämlich nicht, weil beim An- 
Imeten Thon verloren geht. Dagegen lässt x sich erhalten durch Ab¬ 
lagen eines in Papier gewickelten Thonballens erst im feuchten, dann 
lm lüfttrockenen Zustande. Ist das Gewicht zuerst P, dann jo, so hat man 
1 ~ 100-75 —p—• Für den Thon, der zu obigen Versuchen gebraucht 
pr 1 ^nter dreiviertelprocentiger Lösung ist solche verstanden, zu der dreiviertel 
,°,cent ihres Gewichtes an Steinsalz gesetzt sind, nicht solche, welche soviel davon 
a , ’ [Hr. O. Nassb hat die Concentration von Chlornatriumlösung und von 
Salzlösungen ermittelt, bei welcher Froschmuskeln am längsten leistungs- 
(Pplü le?Jen' ■Für Chlornatrium giebt er 0-6°/0 als günstigstes Yerhältniss an 
ha de®ER’f Archiv u. s. w. 1869. 2. Jahrgang. S. 114; — 1875. Bd. XI. S. 141). 
dje J. ’nit dreiviertelprocentiger Lösung angeknetete Thon aber erfahrungsmässig 
behalte8 merklich angreift, so empfiehlt es sich, diese Concentration beizu- 
Ken , ’ Um dem ohnedies schlechter leitenden Thone möglichst grosses Leitvermö- 
zu sichern.]
        

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