Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die elektromotorische Kraft der Nerven und Muskeln (Archiv für Anatomie, Physiologie und wissenschaftliche Medicin, 1867, S. 417)
Person:
Du Bois-Reymond, Emil
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29153/34/
§. VII. Von der Grösse der elektromotor. Kraft einiger Flüssigkeitsketten. 265 
Heberröhren verbundene Gefässe in sich' schloss; wenn Z die Zinklösung 
bezeichnet, nach dem Schema 
Z, Z, A, B, C, A, Z, Z. 
In anderen Fällen war die Zinklösung selber die zuleitende Flüssigkeit, 
«O dann zwei Gefässe und Heberröhren fortfielen. 
Von grosser praktischer Wichtigkeit bei Anstellung solcher Versuche 
ist der scheinbar unbedeutende Umstand, dass alle Gefässe genau gleiche 
Höhe haben. Sind sie ungleich hoch, so gleitet leicht die Heberröhre in 
das niedrigere der beiden damit überbrückten Gefässe, und oft ist dann 
der Versuch dahin. 
Die Dichte bestimmte ich theils mittels eines GEissLEu’schen Araeo¬ 
meters, theils, wenn ich nur über kleine Mengen gebot, mittels des Tau- 
sendgraiifläschchens. Die Stoffe waren die reinsten in Berlin käuflichen; 
das Chlornatrium Stassfurter Steinsalz. Die Temperatur während der 
Zeit, wo ich diese [458] Versuche anstellte, war meist eine hohe, zwischen 
22-5 und 30° C. 
In den folgenden Gleichungen, welche die Ergebnisse der Versuche 
kurz aussprechen, steht im finken Gliede die Combination, welche die 
rechts befindliche Kraft geliefert hat. Die durch einen senkrechten Strich 
getrennten chemischen Zeichen sind die der Stoffe, die mit einander 
elektromotorisch wirkten ; A [ B bedeutet die aus der Wechselwirkung von 
A und B entspringende Kraft, ohne Rücksicht darauf, ob die Stoffe A 
und B Glieder einer der von Hrn. Wild und im Verfolg seiner Versuche 
von Hrn. Schmidt 1 ermittelten Spannungsreihen sind. Die gemes¬ 
sene Kraft ist gleich der Resultirenden oder der algebraischen Summe 
aller jener Einzel Wirkungen, deren Symbole demgemäss durch Pluszeichen 
verknüpft sind. Da die Termen, welche die elektromotorische Wirkung 
zwischen der Zinklösung und der zuleitenden Flüssigkeit A ausdrücken, 
einander gleich und entgegengesetzt sind, so sind sie weggelassen, um 
(lk Formeln nicht unnütz zu verlängern. Die Richtung des Stromes ist 
stets in der Kette von links nach rechts. Die Zahlen unter- (einige 
al ober-) halb der Flüssigkeiten bedeuten die Dichte, oder das Verhält¬ 
nis, in dem die Flüssigkeit dem Volum nach mit Wasser verdünnt 
"urden; w° keine Angabe der Art vorhanden ist, war die Flüssigkeit 
gesättigt. 
um ^ *)e^ann Wiederholung von Hrn. Wild’s beiden Messungen, 
zu sehen, wie die meinigen damit stimmen würden. Seine Bestim- 
-en lauten in der eben angegebenen Schreibweise 
1 Pogoendorff’s Annalen u. s. w. 1860. Bd. CIX. S. 106.
        

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