Volltext: Ueber die Erscheinungsweise des Muskel- und Nervenstromes bei Anwendung der neuen Methoden zu deren Ableitung (Archiv für Anatomie, Physiologie und wissenschaftliche Medicin, 1867, S. 257) (2)

XX. Erscheinungsweise des Muskel- und Nervenstromes u. s. w. 
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Phänomenen zu thun zu haben. Ich hätte, was in dieser• Beziehung 
^teutheilen ist, bereits an seinem natürlichen Platz, in der 'Beschrei¬ 
bung einiger Vorrichtungen und Versuchsweisen zu elektro- 
.biologischen Zwecken’1 besprochen, wäre ich nicht noch in der 
iffölften Stunde auf Dinge gestossen, die erst bis zu einem gewissen 
•pnnkt ergründet sein wollten, ehe eine Auseinandersetzung des Verhaltens 
' war. 
IL Unter den gewöhnlichen Umständen der Versuche ist 
die ableitende Vorrichtung jetzt frei von Polarisation und 
von secundärem Widerstande. 
ilwiihc’1 
Die den thierisch-elektrischen Strom ableitende Vorrichtung an sich 
jgt, unter den gewöhnlichen Umständen der Versuche, jetzt als frei von 
Polarisation und von secundärem Widerstand anzusehen. Es fehlt zwar 
darin nicht an Polarisationen, allein sie sind zu schwach, um sich be¬ 
merkbar zu machen. Schiebt man die Zuleitungsgefässe mit den vorderen 
Flächen ihrer Bäusche aneinander, sendet man den Strom einer Daniell’- 
schen Kette eine halbe Minute hindurch, und verbindet man darauf 
schnell die Gefässe mit der Bussole, deren feine Bollen auf Null sind, 
so erfolgt ein Ausschlag von etwa 3080 im umgekehrten Sinne des ur¬ 
sprünglichen Stromes. Er rührt her von der unter diesen Umständen 
doch nicht völlig verschwindenden Polarisation des verquickten Zinkes in 
der^ schwefelsauren Zinklösung. Der Ausschlag wird aber wegen des 
eriiöhten Widerstandes bereits unmerklich, wenn man die Bäusche mit 
onsehildem versieht und diese einander berühren lässt, vollends, wenn 
einen [259] Thonstab von den Maassen eines Muskels mit seinen 
en zwischen die Thonschilder klemmt. 
Noch weniger kann sich hier etwas zu erkennen geben von der 
Polarisation des mit der Zinklösung getränkten Fliesspapieres der 
^ e and des mit der 0" 75procentigen Kochsalzlösung angekneteten 
<md ü’ • V°n ^er äusseren Polarisation an der Grenze der Zinklösung 
«tione61* 1111 Tll0n enthaltenen Kochsalzlösung. Ich habe diese Polari¬ 
se!^ y ^ beSSer ^arüber urttieilen zu können, mit Hülfe genau der- 
ten> die °^1Pll*un^ei1 und Versuchsweisen untersucht, die mir einst dien- 
innere P u ,r*sa^on an der Grenze ungleichartiger Elektrolyte und die- 
zu st ,nsation der feuchten porösen Halbleiter zuerst zu erkennen 
ren,2 nur mit dem Unterschiede, dass jetzt die Zuleitungs-
	        
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