Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die durch Dehnung der Muskeln hervorgerufenen Neigungsströme (Monatsberichte der Königlich-Preussischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin, 1866, S. 387)
Person:
Du Bois-Reymond, Emil
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29151/1/
XIX. 
Ueber die durch Dehnung der Mushein hervorgerufenen 
Neigungsströlnp. 
(Gelesen in der Sitzung der physikalisch-mathematischen Klasse der Königl. Akade¬ 
mie der Wissenschaften zu Berlin am 25. Juni 1866.)1 
Eichtet man einen cylindrischen Muskel durch zwei parallele, schräg 
gegen die Axe geführte Schnitte so zu, dass die Durchschnittsfigur einer 
durch die Axe senkrecht zu den Schnitten gelegten Ebene ein Rhombus 
ist,2 so entfaltet der Muskel, wie ich vor mehreren Jahren zeigte, neue 
und überraschende elektromotorische Eigenschaften. 
Punkte der Muskeloberfläche nahe den beiden stumpfen Rhom¬ 
busecken verhalten sich nämlich stark positiv gegen Punkte nahe den 
beiden spitzen Rhombusecken, gleichviel ob die Punkte dem Längs¬ 
schnitt, oder den schrägen Querschnitten angehören. Der Gegensatz 
zwischen Längs- und Querschnitt besteht dabei fort, aber wegen der 
Schräge des letzteren in geringerem Maasse. Ebenso bestehen fort am 
Längs- und Querschnitt die sogenannten schwachen Ströme vom Aequator 
nach den Grenzen zwischen Längs- und Querschnitt, von diesen Grenzen 
nach den Polen. Die Neigungsströme, so heissen die neuen in Folge 
der Neigung des Querschnittes gegen die Axe hervortretenden Ströme, 
8uminiren sich algebraisch zu den Strömen vom Längs- "zum Querschnitt 
®nd zu den schwachen Strömen am Längs- und am Querschnitt. Nicht 
letztere, sondern, wegen ihrer Schwächung in Folge der Neigung des 
Querschnittes, auch erstere Ströme unterliegen dabei häufig [388] den 
eigungsströmen, so dass der Strom zwischen einem Längsschnittspunkte 
387. 
Monatsberichte u. s. w. 1866. S. 
®b die T - 8a^e der Kürze halber. In Wirklichkeit kommt es nicht darauf an, 
N&Jne angs- und Querschnittsseiten der Figur sämmtlich gleich sind, wie der 
8eitan . ombns es eigentlich verlangen würde, oder ob nur die gegenüberliegenden 
Wohl puna“der entsprechen, d. h. ob die Figur ein schräges Parallelogramm, auch 
omboid genannt, ist.
        

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