Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber das Gesetz des Muskelstromes, mit besonderer Berücksichtigung des M. gastroknemius vom Frosch (Archiv für Anatomie, Physiologie und wissenschaftliche Medicin, 1863, S. 521)
Person:
Du Bois-Reymond, Emil
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29150/82/
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XVIII. lieber das Gesetz des Muskelstromes u. s. w. 
ja bei grösster, vielleicht schon hei mittlerer Spannweite wird der 
steigende Neigungsstrom den aufsteigenden unteren Strom überwie 
Diese Schlüsse finden sich in Tab. III. so bestätigt, dass 
glauben könnte, sie seien der Tabelle entlehnt. Vor Zerstörung der 
elektronomischen Schicht nähert sich das Verhältniss des Mittels 
oberen zu dem der unteren Kraft bei den drei Spannweiten um so 
der Einheit, je stromloser der Muskel zwischen sehnigen Enden ist. 
Muskel II. ist das Verhältniss wie von — 1-000 : + 1-007. Es 
um so kleiner, je stärker die Muskeln aufsteigend wirken, und es ff 
steigt bedeutend die Einheit an dem erfrorenen Muskel mit ab" 
wirksamer Grenzschicht des Achillesspiegels. Dabei giebt 7 Mal auf 
die mittlere Spannweite die grösste Kraft. Nur die Wirkung zv 
den Gesammtquerschnitten bietet die schon bezeichnete Abweichung \ 
Im Allgemeinen hält diese Wirkung Schritt mit dem UnterscT 
zwischen [658] oberer und unterer Kraft. Bei Muskel III. beläuft 
sich auf eine blosse Spur (-^ des Mittels der absoluten Werthe 
oberen und unteren Kräfte). Bei Muskel II. aber ist sie bereits a' 
gend, obschon zwischen den sehnigen Enden der Muskel noch aufst 
wirkte, und das Mittel der unteren das der oberen Kräfte übersteigt, * 
mittlerer Parelektronomie und Spannweite lehrt Tab. X., dass aller, 
die untere Kraft die obere ansehnlich (im Verhältniss von 1 • 73 :1 
im Mittel aus 10 Versuchen) übertrifft. Nicht ein einziges Mal ist j. 
vor Zerstörung der parelektronomischen Schicht die obere Kraft 
kehrt, was Hr. Budge für die Regel ausgiebt. Nach der Zers 
ändert sich dies freilich, im Einklang mit der Theorie. Nun er 
die obere Kraft verkleinert, die untere vergrössert. Beides ist 
mehr der Fall, je grösser die Spannweite. Die wenigen Ausu 
hiervon in Tab. HI. rühren daher, dass nach Zerstörung der Schicht^ 
Strom von der eben erst erreichten Höhe rasch wieder herabsinkt,1 
durch die Zunahme der Kraft beim Uebergehen von kleinerer zu 
Spannweite leicht verdeckt wird. Bei grösster Spannweite ist jetzt 
mässig die obere Kraft umgekehrt. Sogar bei mittlerer Spannweite 
sie dies oft, oder sie ist wenigstens absolut, vollends im Vergleie 
unteren Kraft, tief gesunken. Zwischen den Gesammtquerschnitten ,, 
ein kräftiger Strom empor, der den früher vorhandenen um so 
übertrifft, je parelektronomischer der Muskel war. Wirkt endlich 
Muskel, wie I. in Tab. HI.', zwischen den sehnigen Enden vor , 
Störung der Schicht absteigend, so zeigt sich, wie die Theorie es ven 
1 Untersuchungen u. s. w. Bd. II. Abth. II. S. 35.
        

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