Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber gleichartige und nicht polarisirbare Elektroden (Monatsberichte der Königlich-Preussischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin, 1859, S. 443)
Person:
Du Bois-Reymond, Emil
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29138/24/
und nicht polarisirbare Elektroden. 
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Bild der Scale aus dem Gesichtsfelde. Positive Polarisation war bei dieser 
Combination nicht wahrnehmbar. 
12) Verquicktes Zink in Chlorzinklösung verhält sich dagegen 
nahe, aber, wie mir schien, doch nicht ganz so gleichartig, wie in schwefel¬ 
saurer Zinkoxydlösung. Die Chlorzinklösung enthielt noch ungelöstes 
Chlorzink, und stellte' eine syrupöse Flüssigkeit von 2-008 Dichte bei 
27° C. dar. Die etwas geringere Gleichartigkeit rührt vielleicht daher, 
dass die Lösung sich an der Oberfläche durch Wasser verdünnt, welches 
sie aus der Atmosphäre anzieht. Jedenfalls scheint aber die Ladungs¬ 
fähigkeit dieser Combination nicht grösser zu sein, als die des Zinks in 
der schwefelsauren Lösung, denn auch hier wurde an der SiEMENs’schen 
Wippe die Ladung erst merklich, als ich Drähte im primären Kreise 
dem Strom eines ungeschwächten Daniells aussetzte, und die secundäre 
Wirkung bei voller Empfindlichkeit der Bussole beobachtete. Auf dieselbe 
Art, wie dies oben S. 63 beschrieben wurde, (bestimmte ich dabei « zu 
; auf den Unterschied zwischen diesem Werth und dem in der 
[471] schwefelsauren Lösung gewonnenen ist natürlich nichts zu geben. 
Auf positive Polarisation nach langer Schliessung schwacher Ströme 
konnte hier wegen der geringeren Gleichartigkeit nicht mit derselben 
Schärfe wie bei der schwefelsauren Lösung geprüft werden; indessen 
kann davon höchstens eine ganz unbedeutende Spur zugegen sein. Die 
gesättigte Chlorzinklösung leitete beiläufig nach meinen Versuchen drei¬ 
mal schlechter als die schwefelsaure Lösung bei gleicher Temperatur. 
Verdünnung mit dem gleichen Volum Wassers erhöhte aber ihr Leit¬ 
vermögen auf das Fünffache, so dass sie nun um zwei Drittel besser als 
die gesättigte und auch noch um ein Drittel besser als die ebenso ver¬ 
dünnte schwefelsaure Lösung leitete. 
Diese Wahrnehmung ist geeignet, uns daran zu erinnern, dass Hr. 
Jules Regnauld das reine Zink nicht in gesättigter, sondern in so ver¬ 
dünnter Zinklösung als unpolarisirbar empfohlen hat, dass die Lösung 
das Maximum ihres Leitvermögens besitze (s. oben S. 42). Obschon, 
wie bemerkt, Hr. Regnauld seine Aussage durch keine Versuche gestützt 
hat, und obschon es höchst unwahrscheinlich war, dass die Verdünnung 
der Zinklösung bis zu jener Grenze die Ladungsfähigkeit der Combination 
auf heben solle, so habe ich doch nicht unterlassen, auch hierüber noch 
den Versuch zu befragen, indem ich Hrn. nE la Rive’s Angabe zu 
Gründe legte, wonach das Maximum des Leitvermögens der Zinklösung 
hei deren Verdünnung mit dem gleichen Volum Wassers eintritt. Ich 
prüfte demgemäss noch (13—16) reines Zink in reiner, käufliches, 
reines und verquicktes Zink in käuflicher Zinklösung von der 
E. du Bois-Reymond, Ges. Abh. L , 5
        

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