Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beschreibung einiger Vorrichtungen und Versuchsweisen zu elektrophysiologischen Zwecken (Abhandlungen der Königlich-Preussischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin 1862, S. 75)
Person:
Du Bois-Reymond, Emil
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29130/56/
200 VIII. Beschreibung einiger Vorrichtungen und Versuchsweisen u. s. w. 
Oeffnungen spritzt. Da beim Gebrauch Quecksilber verloren geht, muss 
von Zeit zu Zeit welches nachgefüllt werden. 
Das Quecksilberrohr gleitet auf einem Schütten zweien stählernen 
Führungsdrähten / d, f d, entlang, die jederseits vom Nebenschliessdraht 
und ihm parallel zwischen den Winkelstücken ausgespannt sind. An 
der unteren Fläche des Schüttens ist isoürt ein doppelter Sperrhaken an¬ 
gebracht, dem von jedem der Winkelstücke aus ein ähnücher federnder 
Haken begegnet. Letzterer greift, wie Fig. 8 a zeigt, in den entsprechen¬ 
den Haken am Schütten ein, bei der Stellung, wobei die Kuppe des 
Quecksilberrohres gerade das Winkelstück berührt, und verhindert als¬ 
dann den Schütten, sich vom Winkelstück zu entfernen. An jedem 
Winkelstücke kann mittels eines Stechers a, a, der federnde Haken nieder¬ 
gedrückt, und dadurch der Schütten freigegeben werden. 
Die Bewegung des Schüttens zum Zweck der Stromschwankung er¬ 
folgt stets in der Richtung des Pfeiles von O, dem oberen, zu U, dem 
unteren Winkelstück, oder, wie wir jetzt sagen woüen, Anschlag. 
Sie kommt zu Stande durch die Zusammenziehung des vorher ausge¬ 
dehnten Kautschukschlauches KS, der durch eine um zwei Rohen 
laufende Darmsaite am Schütten zieht. Die Elasticität ist der Schwere 
als Triebkraft vorgezogön worden, weil es auf die absolute Beständigkeit, 
welche die Schwere auszeichnet, hier nicht so sehr ankam, während, um 
durch die Schwere eine solche Geschwindigkeit zu erzeugen, wie sie hier 
gebraucht wird, die Vorrichtung zu umfangreich hätte werden müssen. 
Auch die Führung der Darmsaite um die Rollen hat zum Zweck, den 
Umfang der Vorrichtung, der seihst beim Gebrauch der Federkraft zu 
gross zu werden drohte, zu vermindern. 
Das Ende S des Schlauches kann mittels einer starken, in einem 
Schütze des Grundbrettes verschiebbaren Schraube in passender Ent¬ 
fernung vom oberen Anschläge, der Bahn des Zuges entlang gemessen, 
festgesteüt werden. Die Spannung des Schlauches wird bewirkt, indem 
man den Schütten nach dem oberen Anschlag führt, wo er durch den 
entsprechenden Haken festgehalten wird. Drückt man auf den Stecher, 
so fliegt der Schütten die Baün des Nebensoliliessdrahtes und der Füh¬ 
rungsdrähte hinab, je nach der Spannung des Schlauches mit grösserer 
oder geringerer Ge- [134] schwindigkeit. Ueberschreitet diese ’eine ge¬ 
wisse Grenze, so wird der Schütten vom Haken am unteren Anschläge 
eingefangen, so dass er dem Anschläge gleich fest anliegt. Jene Grenze 
wird beiläufig schon erreicht, wenn auch der Schlauch ziemlich früh auf¬ 
hört dem Schütten Geschwindigkeit mitzutheilen, so dass die übrige 
Bahn nur kraft der Trägheit durchlaufen wird. Die Verschiebung des 
Schüttens von Anschlag zu Anschlag beträgt 300mm. Der Ring r r,, io
        

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