Bauhaus-Universität Weimar

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J. v. Kries. 
gemacht werden, sofern Q diejenige Menge des Xf-Lichtes 
ist, die 10 Teilen Aa-Licht aus demselben Spektrum gleich 
erscheint. Diese letzteren Werte erhalten wir also, wenn Q1 
und Q2 die eingestellten Mengen von Xi-Licht sind, als das 
geometrische Mittel aus beiden V Q± Q2- Dieser Modus der 
Berechnung ist eingehalten worden, was übrigens im Resultat 
von keiner sehr grofsen Bedeutung ist, da die Helligkeit der 
beiden Spektren nicht sehr erheblich differierte (sie verhielten 
sich meist etwa wie 4:5). 
Um die Absorption des benutzten blauen Glases für Na- 
Licht (und zwar von der durch die Spaltweite 50 bedingten 
Unreinheit) zu ermitteln, benutzten wir eine Abschwächung 
durch Polarisation. Im Kollimator I. wurde eine Lichtmischung 
aus Aa-Licht und Blau eingestellt, das Blau durch eine einge¬ 
schaltete Bichromatkammer ausgelöscht. Nunmehr konnte zu¬ 
nächst eine Reihe von Einstellungen auf Gleichheit mit Na- 
Gelb des Kollimator II. gemacht werden, welche einen Durch¬ 
schnittswert s angeben. Sodann wurde das Az-Licht des Kolli¬ 
mator II. durch Vorschaltung des blauen Glases abgeschwächt 
und nachdem in Kollimator I. die Spaltweite auf jenen ge¬ 
fundenen Wert s eingestellt war, durch Nicoldrehung in Kolli¬ 
mator I. wiederum Gleichheit hergestellt und die erforderlichen 
Nicoldrehungen abgelesen; schliefslich wurde dann wieder 
nach Entfernung des blauen Glases die ursprüngliche Ver¬ 
gleichung wiederholt. So erhielten wir für die Helligkeit des 
Aa-Lichtes in Kollimator II. mit und ohne blaues Glas zwei 
untereinander vergleichbare Bestimmungen mit sehr nahezu 
denselben Spaltweiten. Die angenommene Zahl ist das mittlere 
Ergebnis mehrfach wiederholter Bestimmungen, deren Genauig¬ 
keit das für unseren Zweck geforderte Mafs weit übertraf.
        

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