Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beiträge zur wissenschaftlichen Botanik, Viertes Heft
Person:
Nägeli, Carl Wilhelm Simon Schwendener
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit28713/158/
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die Sprossanlagen nahezu Kreisebenen darstellen. — Bei Beobachtung dieser Ver¬ 
hältnisse ergiebt sich nun auch deutlich, dass die Sprossanlagen sich nicht durch¬ 
wegs in der Ordnung weiter entwickeln, in der sie angelegt werden. Man er¬ 
kennt nämlich nicht selten zwischen Aesten von mehreren Mill. Länge solche 
glänzende unbehaarte Stellen, also in ihrer Entwickelung zurückgebliebene Ast¬ 
anlagen. 
Die wurzelähnlichen Rhizomsprosse von Psilotum haben eine grosse Ana¬ 
logie mit den Wurzelträgern von Selaginella. Beide unterscheiden sich von 
den gewöhnlichen Rhizomsprossen vorzüglich durch die abwärts steigende Wachs¬ 
thumsrichtung und den Mangel an äusserlich sichtbaren, auch noch so kleinen 
Blättern. Sie bilden eine besondere Kategorie von Stengellheilen, für die wir 
den Namen Rhizoid vorschlagen möchten. 
Erklärung der Tafeln XI—XXI. 
Die nicht schematischen Figuren sind fast alle mit dem Sömmering’schen Spiegelchen 
gezeichnet; die in ( ) stehenden Zahlen geben die Vergrösserung an. Die Zahlen 1, 2, 
3, 4 etc. geben die genetische Aufeinanderfolge der Wände an, ebenso die Zahlen I, II, 
III, IV etc. die genetische Folge der Segmente. 
Taf. XL 
Die Figuren sind sämmtlich schematisch; sie gelten für die Wurzeln mit dreiseitiger 
Scheitelzelle. 
Fig. 1. Ein Segment, a b c d die Aussenwand; b g c e und a h d f die beiden 
Hauptwände; a b e f und c d e f die beiden Seitenwände, h g p q Sextantenwand, die 
sich in der Segmentzelle gebildet hat. 1 m o n Cambiumwand, durch die sich die Sex- 
tantcnzelle ghcd — pqfe getheilt hat. i k m 1 Cambiumwand, durch welche die 
Sextantenzelle a b p g h getheilt wurde. 
Fig. 2. Drei aufeinander folgende Segmente (I, II, III) mit der von ihnen umschlos¬ 
senen dreieckigen Scheitelzelle. 
Fig. 3. Eben gelegte Oberfläche des Vegetationskegels eines Wurzelkörpers, um das 
Ineinandergreifen der Segmente zu zeigen. Die Winkel 1 n 1' und morn' öffnen sich 
immer mehr (l2 n2 I3 und m2 o2 m3) und werden zur Geraden. 
Fig. 4. Längsschnitt durch den Vegetationskegel einer Wurzel. I, IV, VII, X, XIII 
die Segmente einer Reihe, k, 1, m, n die 4 letzten Wurzelkappen — Vgl. pag. 77; 98. 
Fig. 5. Längsschnitt durch den Vegetationskegel eines Stengels (oder einer Wurzel 
mit Weglassung der Wurzelkappen). I, IV, VII, X, XIII die Segmente einer Reihe. — 
Vgl. pag. 98. 
Fig. 6. Längsschnitt des Vegetationskegels einer Wurzel; nach Equisetum hie¬ 
male. k, 1, m, n, q Wurzelkappen, der Uebersichtlichkeit wegen ohne Theilungswände 
gezeichnet, c Cambiumwand; e Epidermiswand; r Rindenwand; 1, 2, 3 die tangentialen 
Wände, wie sie zwischen r und c auf einander folgen. Die radialen Wände in den Seg¬ 
menten sind alle weggelassen, o Epidermis; e—r äussere Rinde; r—c innere Rinde; 
c—c Cambiumcylinder. 
Fig, 7. Querschnitt durch die Wurzelspitze, dem untern Ende von Fig. 6 entsprech¬ 
end. h die Hauptwände, die im Centrum zusammenstossen; s die Sextantenwände; c die 
Cambiumwände ; e die Epidermiswände ; r die Rindenwände. Diese Wände entstanden in
        

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