Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beiträge zur wissenschaftlichen Botanik, Erstes Heft
Person:
Nägeli, Carl Wilhelm
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit28708/121/
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gerade durch 2 Stengelglieder und spaltet sich in 2 Schenkel, welche neben dem 
Medianstrang des zweituntern Paares noch durch 2 Internodien verfolgt werden 
können. Die Lateralstränge einer Spur (hi, ml, op, rs) verschränken sich mit de¬ 
nen des erstuntern Knotens, und biegen am zweiten Knoten über der Spur des 
senkrecht-untern Blattes bald divergirend, bald auch convergirend aus, worauf 
sie noch wenigstens durch ein Internodium getrennt herablaufen. 
Der Querschnitt durch das 4. oder 5. gefässführende Stengelglied (von der 
Spitze an gezählt) zeigt bereits 20 bis 26 Stränge (Fig. 6), welche im folgenden 
Internodium sich schon zu einem King zu vereinigen anfangen. 
Philadelphus coronarius Lin. 
Laubsprosse. Die spätere Blattstellung findet sich ziemlich unverändert in 
der Terminalknospe. Die Medianstränge setzen sich im zweiten Knoten an. Das¬ 
selbe geschieht auch mit den Lateralsträngen. Daher sieht man auf Querschnit¬ 
ten unterhalb der Terminalknospe ziemlich regelmässig 12 Stränge, 6 stärkere für 
das nächste Blattpaar, und 6 damit alternirende schwächere für das zweitnächste 
Paar. 
Tagetes lucida Cav. 
Laubsprosse. In der Terminalknospe sind die beiden Blätter eines Paars ein- 
seitig-genähert, und die Paare alterniren nicht rechtwinklig. An der entwickelten 
Pflanze dagegen ist die decussirte Stellung ziemlich regelmässig. — Die Weite 
der 3strängigen Spur beträgt ziemlich genau 120°. Die beiden Medianstränge 
eines Blattpaars biegen am zweiten Knoten gleichwendig aus, und gehen noch 
durch 1 oder 2 Internodien weiter, ehe sie sich anlegen. Selten bildet sich an der 
Ausbiegungsstelle ein zweiter Schenkel, welcher in gleicher Weise hinabsteigt. 
Die Laterals tränke verschränken sich mit denen des nächstuntern Knotens, und 
O 
gehen ebenfalls durch 3 oder 4 Internodien, bis sie sich ansetzen. 
Die Vereinigungen der mittlern und der seitlichen Spurstränge finden ziem¬ 
lich unregelmässig und bald im Knoten bald im Internodium statt. Der Quer¬ 
schnitt des 6 kantigen Stengels zeigt meistens 20 oder 21 Stränge, von denen 6 
stärkere den Ecken entsprechen und für das nächste Blattpaar bestimmt sind. 
Zwischen dem medianen und einem lateralen Strang befinden sich 2 oder 3 schwä¬ 
chere. In den beiden Zwischenräumen zwischen der einen und andern Blattspur 
liegt gewöhnlich ein stärkerer und ein schwächerer Strang. Der erstere ist der 
mediane für ein Blatt des zweitnächsten Paars ; er liegt im nämlichen Spross con¬ 
stant auf der nämlichen Seite des schwächern. 
Tagetes signata Baril. {XVII, 1, 2J. 
Laubsprosse. Die decussirte Stellung ist in der Terminalknospe deutlicher 
als bei der vorhergehenden Art. Die Anordnung der Stränge ist in Folge dessen 
Nägeii, Beiträge. 8
        

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