Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich II. in der bildenden Kunst. In der Friedrichs-Sitzung der Akademie der Wissenschaften zu Berlin am 27. Januar 1887 gehaltene Rede
Person:
Du Bois-Reymond, Emil
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit28656/31/
Friedrich II. in der bildenden Kunst. 
351 
zehn Jahre in Rom lebte, später in Paris neben Pigalle 
einen ehrenvollen Platz einnahm. Sein jüngerer Bruder 
Gaspard-Balthasar war in Berlin Hofbildhauer, fing das 
oben S. 330 erwähnte Standbild Schwerin’s an, welches, als 
er nach seines Bruders Tode nach Paris zurückging, von 
Sigisbert-Michel Adam vollendet wurde (vgl. Friedrich 
Nicolai, Beschreibung der königlichen Residenzstädte Berlin 
und Potsdam, aller daselbst befindlicher Merkwürdigkeiten, 
und der umliegenden Gegend. 3. Auflage. Berlin 1786. 
Bd. I. S. 193). Wie letzterer Adam mit den anderen zu¬ 
sammenhängt, sagt Füssli nicht, doch tut dies hier nichts 
zur Sache. Anlaß zu dieser Anmerkung ist nämlich die 
Unsicherheit, welche sich in die Literatur hinsichtlich des 
Adam eingeschlichen hat, der die vielbesprochene Lyko- 
medesgruppe verfertigte. Hr. Curtius nennt ihn Lambert, 
Hr. Juste in seinem ‘Winckelmann’, Bd. I. S. 277, Lambert- 
Sigisbert, Bd. II. 1. S. 72 den jüngeren Adam aus Nancy, 
Bd. II. h. S. 47 aber den älteren Adam; Kopisch in dem 
oben Anm. 31 angeführten Werke S. 125 Caspar Adam den 
älteren, endlich Nicolai a. a. O. Bd. III. S. 1226 K. Adam, 
was offenbar Kaspar heißen soll. Gaspard-Balthasar’s 
Stellung in Berlin muß Nicolai getäuscht haben, wie sehr 
es auch befremdet, daß der sonst so genaue und den Dingen 
so viel näher stehende Mann in diesem Punkt irren konnte. 
Denn es kann kein Zweifel sein, daß der Restaurator, wie 
Hr. Curtius und an der ersten Stelle Hr. Justi es richtig an¬ 
geben, Lambert-Sigisbert war, und Hr. Justi fehlt nur darin, 
daß er ihn an der zweiten Stelle zum jüngeren Bruder macht, 
während er selber sich ausdrücklich Lambert-Sigisbert Adam 
l’ainé de Nancy schreibt. Unter diesem Namen gab er 1755 
ein Kupferwerk heraus, welches auf 62 von ihm gezeichneten 
Blättern eine zweite, nach des Kardinals Tod in seinen Besitz 
übergegangene und von ihm restaurierte PoLiGNAC’sche An¬ 
tikensammlung darstellt, zu dem Zweck, sie zum Verkauf 
auszubieten (Collection de Sculptures antiques Grecques, et 
Romaines, Trouvées à Rome dans les ruines des palais de 
Néron et de Marius. Fol.) 
4° (S. 338). Nicolai, a. a. O. Bd. III. S. 1224 ff. 
41 (S. 339). Vgl. Nicolai a. a. O. Bd. III. S. 1203, 
aud die Anmerkung zum Artikel Pigalle im ‘Allgemeinen 
Künstlerlexikon’. Zweiter Teil. 1810. Fol. 
42 (S. 340). Ebert, Überlieferungen zur Geschichte, 
kateratur und Kunst der Vor- und Mitwelt. Bd. II. Stück 1. 
Dresden 1827. S. 44 Anm. 
43 (S. 341). Schadow, a. a. O. S. xvjjJ. xix. 
44 (S. 341). Kopisch a. a. O. S. 96. 97. 100 201.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.