Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Friedrich II. in englischen Urteilen. In der Friedrichs-Sitzung der Akademie der Wissenschaften am 25. Januar 1883 gehaltene Rede
Person:
Du Bois-Reymond, Emil
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit28651/1/
XXVIII. 
Friedrich II. in englischen Urteilen. 
In der Friedrichs-Sitzung der Akademie der Wissenschaften am 25. Januar 
1883 gehaltene Rede.1 
Von der Parteien Gunst und Haß verwirrt 
Schwankt sein Charakterbild in der Geschichte, 
Prolog zum Wallenstein. 
Der Tag, an welchem die Akademie statutenmäßig 
das Andenken ihres großen Neubegründers feiert, fallt 
diesmal zusammen mit einem Festtage des Herrscher¬ 
hauses, welcher das preußische, das deutsche Volk freudig 
bewegt. Ein Vierteljahrhundert verfloß, seit der jugend¬ 
liche Fürst, der seitdem stolzen kriegerischen Lorbeer 
gewann, und der als Erbe dem deutschen Kaiserthron am 
nächsten steht, die britische Königstochter als Gemahlin 
heimführte. An diesem Tage flicht deutsche Sitte dem 
erlauchten Paar einen silbernen Kranz; aufs neue staunt 
die Welt die märchenhafte Gestalt des Heldenkaisers an, 
welcher den dieser Ehe schon entsprossenen Urenkel im 
Arme wiegt: wir aber erinnern uns, wie reich die Hoff¬ 
nungen sich erfüllten, welche unsere Körperschaft der 
Princess Royal von Großbritannien und Irland entgegen¬ 
trug. „Es war“ — so redete damals Trendelenburg die 
hohe Neuvermählte an — „es war eine Fürstin aus 
welfischem Stamm, König Georg’s I. Schwester, Preußens 
erste Königin, Sophie Charlotte, eine Frau von hohem 
Sinn nnd großem Geiste, welcher die Akademie ihren 
Ursprung verdankt. Es war König Georg’s I. Tochter, 
Sophie Dorothee, die in ihrem großen Sohne gesegnete 
Mutter, welche durch König Friedrich II. die Akademie
        

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