Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
La Mettrie. In der Friedrichs-Sitzung der Akademie der Wissenschaften am 28. Januar 1875 gehaltene Rede
Person:
Du Bois-Reymond, Emil
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit28638/27/
La Mettrie. 
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Essai sur La Mettrie, sa Vie et ses Oeuvres par Nérée 
Ouépat. Avec un portrait de La Mettrie, gravé à l’eau- 
f0rte. Paris 1873. — Die Literatur über La Mettrie, wenn 
man darunter die in Schriften aller Art — Briefwechseln, 
Denkwürdigkeiten u. d. m. —■ vorhandenen Notizen mit be- 
crreift, ist unermeßlich. Seine medizinische Polemik, seine 
philosophischen Meinungen hatten schon die allgemeine Auf¬ 
merksamkeit auf ihn gelenkt. Seine Berufung an Friedrich’s 
Hof, sein Zusammenleben mit Voltaire, Maupertuis u. a. 
machten ihn vollends zu einer der am meisten besprochenen 
Persönlichkeiten aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts. 
Doch hat Hr. QuÉpat, außer einem Verzeichnis der Schriften 
La Mettrie’s, die Quellen seiner Geschichte und die Urteile 
über ihn schon so vollständig zusammengestellt, daß es der 
Mühe kaum lohnen würde, weiter zu gehen, daher ich auf 
sein Buch verweise. 
8 (S. 516). So tief scheint La Mettrie’s Stachel sich 
Haller eingesenkt zu haben, daß er noch lange nachher 
in den Ausgaben seiner Gedichte der ‘Doris’ dieselbe Ent¬ 
schuldigung voraufschickte, die er jetzt bei Maupertuis 
geltend machte. Sie findet sich noch in: Albrecht von 
Haller, Versuch schweizerischer Gedichte. 12. Ausgabe. 
Bern 1828. S. 84. 
9 (S. 516). Vie de Maupertuis par L. Angliviel de la 
Beaumelle.- Oeuvre posthume avec des Lettres inédites de 
Frédéric le Grand et de Maupertuis. Paris 1856. — 
Diese die Geschichte unserer Akademie nahe angehende 
Schrift hat Hrn.' Angliviel, aus La Beaumelle’s Familie, 
zum Herausgeber. Während unsere Oeuvres de Frédéric etc. 
nur sieben Briefe an Maupertuis enthalten, findet sich deren 
hier eine ganze Sammlung, und darunter sind zwei höchst 
interessante über La Mettrie, einer in welchem Friedrich 
Maupertuis aufträgt, Verhandlungen mit La Mettrie an¬ 
zuknüpfen (p. 368, CV), ein anderer, in welchem er sich sehr 
befriedigt über die Erwerbung La Mettrie’s ausspricht 
(p. 397) CXXXI). Doch ist dem Exemplare der Königl. 
Bibliothek eine gedruckte Erklärung des Herausgebers bei¬ 
gefügt, wonach die von La Beaumelle abgeschriebenen 
Briefe Friedrich’s den seitdem im Besitz des Hrn. Feuillet 
de Conches aufgefundenen Originalen nicht in allen Teilen 
gleichlauten. Über Umfang und Natur der Abweichungen 
wird nichts gesagt. Aus Hm. Sainte-Beuve’s Causeries du 
Lundi (26 Octobre 1857. t. XIV. p. 86 et suiv.) erfährt 
man aber, daß es um sehr bedeutende Fälschungen sich 
handelt, da denn auch ein so feierliches Eingeständnis sonst 
nicht am Platze gewesen wäre. Hr. Sainte-Beuve hatte Ge-
        

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