Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Morphologie der Schnecke des Menschen und der Säugethiere
Person:
Hensen, Victor
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit28609/18/
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Dr. V, Hensen, 
am Hamulus .....0,195 Mm. 
Ende der 1. Windung . . . 0,132 ,, 
an der Radix...... 0,057 ,, 
Allerdings fehlte hier noch das äusserste Ende der Papille, welches 
ich noch nicht in situ gesehen habe. In der Hinsicht kann ich nur ange¬ 
ben, dass dasselbe bei einem Rindsembryo von 30 Cm. Länge 0,056 Mm. 
breit war, während die Papille schon 1,125 Mm. weiter die Breite von 
0,094 Mm. besass, also sehr rasch zugenommen hatte. 
Was endlich die Höhe betrifft, so ist dieselbe beim Menschen am 
Hamulus 0,09 an der Radix 0,06. Mm. 
Der Zellformen , aus denen sich die Papille zusammensetzt, sind 4. 
Die Bogenfasern, die Haarzellen, die peripherischen langgestreckten Zel¬ 
len, welche ich Stütz zellen heissen möchte, und die Corti’sehe und 
Deiters’sçheZelle, Leydig’s Stachelzellen, Külliker’s Haarzellen. Da wir nun 
gerade an derselben Stelle schon einmal Haarzellen haben und der Aus¬ 
druck Stachelzellen wirklich nicht zutreffend ist, wage ich zur Gesammt- 
benennung der letzteren den Namen Stäbchenzellen zu empfehlen. 
Auch hier stützt sich die Beschreibung hauptsächlich auf Unter¬ 
suchung menschlicher Theile. 
Die Form der Bogenfasern weicht im Allgemeinen nicht von der sehr 
exacten Beschreibung, die Deiters von diesen Gebilden der Thiere gege¬ 
ben hat, ab. Die Fasern sind, wie auch ATcnHiker richtig zeichnet, ge¬ 
streckt, aber die innere ist, wie schön Deiters weiss, stets kürzer als 
die äussere. Am auffallendsten ist das Yerhältniss am Hamulus, wo die 
äussere Faser 0,098 Mm., die innere 0,0855 Mm. lang ist; an der Radix 
ist das Verhalten weniger auffallend. Das findet seinen Grund darin, 
dass die Spannweite des Bogens am Hamulus, die Dicke der Fasern selbst 
nicht in Rechnung gezogen, 0,085, an der Radix dagegen nur 0,019 Mm. 
beträgt, also an letzterem Orte beide Fasern fast einander parallel Ver¬ 
laufen. Sie sind hier 0,048 Mm. lang. 
Die innere Faser trägt nach rückwärts auch beim Menschen die von 
Deiters1) als untere Bögen der Pars membranosa bezeichneten Bildungen 
Fig 18 4, doch sah ich diese Bögen nie ganz geschlossen. Es scheint mir 
die Bildung sich so zu erklären, dass man annimmt, es bilde die je zweien 
Bogenfasern anliegende Deitertfsche Stäbchenzelle sich ein eigenes kleines 
Grübchen , wodurch es also kommen muss, dass die eine Faser an ihrer 
linken, die zweite an ihrer rechten Seite eine vorspringende Ecke hat. 
Die Platte der inneren Faser stellt sich beim Menschen in sehr auf¬ 
fälliger Weise winkelig gegen die Membrana reticularis (Fig. 14) in der 
Art, dass sie noch zu der schiefen Ebene, die aus dem Sulcus auf die 
Höhe der Papille leitet, beiträgt. Dies Verhalten war in der Radix und 
ersten Windung sowie beim Ochsen weniger auffallend. Von der äusseren 
O L. c. S. 45.
        

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