Bauhaus-Universität Weimar

[83] 
Das Elektrenkephalogramm des Menschen 
253 
angeschlossen hatte, erkrankt war. Er konnte infolge seiner Nackenstarre, durch 
die der Hinterkopf weit nach hinten übergezogen war, nur auf einer Seite liegen, 
so daß die Aufnahme des E. K. G. bei der Ableitung von den Armen etwas erschwert 
war. Er war bei vollem Bewußtsein, manchmal vorübergehend etwas unklar, indem 
er wirkliche Erlebnisse und Geträumtes durcheinander warf. Er gab aber zur Zeit 
der Aufnahme über alles gut Auskunft. Die Temperatur betrug 37,6° in der Achsel¬ 
höhle; der Puls war stark beschleunigt und schlug 132 mal in der Minute. Die a-W. 
K2666 
mmMmmmmwNmmmm 
Abb. 60. H. E. 44 Jahre alt, mit basaler eitriger Meningitis. Oben E. K. G. abgeleitet von beiden 
Armen zum Spulengalvanometer. Darunter E. E. G. abgeleitet von Stirn und Hinterhaupt mit Nadeln 
zum Oszillographen. Zu unterst Zeit in V10 Sekunden. 
des E. E. G. sind hoch und deutlich ausgeprägt; sie zeigen eine erhebliche durch¬ 
schnittliche Verlängerung auf 140 er. Trotz der wesentlichen Beschleunigung der 
Herztätigkeit findet sich also auch hier eine Verlangsamung der a-W. des E. E. G. 
Der Mann erlag am Tage nach dieser Aufnahme seinem Leiden unter den Erschei¬ 
nungen einer plötzlich einsetzenden Atemlähmung. Die Leichenöffnung (Professor 
Berblinger) bestätigte die bei Lebzeiten angenommene schwere, auf die Basis 
beschränkte eitrige Meningitis. 
Eine auffallende Ungleichmäßigkeit des E. E. G. findet sich in frischen Fällen 
einer zerebralen Thrombose, wie dies Abb. 61 zeigt. Es handelt sich um eine 
18
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.