Bauhaus-Universität Weimar

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Das Elektrenkephalogramm des Menschen 
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rungen seien. Ich habe daher sofort eine Reihe von anderen Sinnesreizen auf ihre 
Einwirkung auf das passive E. E. G. untersucht. Eine Berührung der Hand ruft 
die Veränderung hervor, die Abb. 26 zeigt. Dieses E. E. G. rührt von einem meiner 
Ärzte, Herrn Dr. C. her. Er liegt mit geschlossenen Augen bequem auf dem Ruhe¬ 
lager im halbverdunkelten Raum. Bei B erfolgt eine Berührung des rechten Hand¬ 
rückens, an dem etwas entlang gestrichen wird. Oben ist das E. E. G., das in der 
üblichen Weise von Stirn und Hinterhaupt mit chlorierten Silbernadeln abgeleitet 
wurde, geschrieben. Darunter ist das E. K. G. in der Ableitung von beiden Armen 
a. 
b. 
WMimmm/wm/wmmmmAmN 
Abb. 24. E. Sp. 41 Jahre alt. Rechtsseitige Hemianopsie. Nadelableitung von Stirn und Hinterhaupt 
zum Spulengalvanometer, a) Augen geschlossen, b) Augen offen. Zeit in 7io Sekunden. 
und zuunterst die Zeit in 1/10 Sekunden verzeichnet. Auf die Berührung bei B erfolgt 
nach 0,275" bei R. eine deutliche Veränderung des E. E. G., die darin besteht, daß 
die a-W. für kürzere oder längere Zeit wegfallen und durch kurze, niedrige ß-W. 
ersetzt werden. Die Spannung sinkt hier bei R. vorübergehend bis auf 1/10 des vor¬ 
herigen Betrags ab. Diese Veränderungen des E. E. G. lassen sich auch bei einer 
örtlichen Ableitung von der Dura innerhalb einer Schädellücke nachweisen, vgl. 
Abb. 27. Diese E. E. G.-Aufnahme rührt von einem 33jährigen Mann M. M. her, 
hei dem wegen Tumorverdachts ein Vierteljahr vor dieser Aufnahme eine große 
linksseitige, von der Stirn bis in die Parietalgegend reichende Palliativtrepanation
        

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