Bauhaus-Universität Weimar

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Das Elektrenkephalogramm des Menschen 
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die Vergiftung ein schwerer epileptischer Anfall aufgetreten war, fand sich noch nach 
12 Tagen bei der nun völlig klaren und geordneten Kranken eine Verlängerung der 
a-W. des E. E. G. auf durchschnittlich 130 bis 150 a. Bei dem schon oben (S. 67) 
erwähnten 50jährigen R. G. ließ sich nach dem Abklingen der schweren Erschei¬ 
nungen, aber in immer noch tief benommenem Zustand ein E. E. G. feststellen, wie 
es Abb. 93 zeigt. Das E. E. G. läßt eine geringe Spannung und eine ganz gewaltige 
Verlängerung der a-W. auf durchschnittlich 195 bis 300 a erkennen. Bei zwei weiteren 
Aufnahmen bei demselben Kranken R. G., die am 17. und am 20. Tage nach der 
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Abb. 93. R. G. 50 Jahre alt, infolge schwerer Leuchtgasvergiftung tief benommen. Oben E. E. G. 
mit dem Spulengalvanometer, darunter E. E. G. mit dem Oszillographen aufgenommen. Beide Gal¬ 
vanometer verbunden. Zu unterst Zeit in 1/w Sekunden. 
Vergiftung ausgeführt wurden und bei denen er zwar geordnet erschien, jedoch die 
schwersten Merkfähigkeitsstörungen darbot, bestand noch eine Verlängerung der 
a-W. des E. E. G. Dieselbe war aber nicht so ausgesprochen wie bei der ersten Auf¬ 
nahme; sie betrug 130 bis 165 a im Durchschnitt. Außer diesen Veränderungen der 
a-W. bei Schädigungen durch Leuchtgasvergiftung fanden sich am E. E. G. aber auch 
noch andere Veränderungen. Bei einer 55 jährigen Kranken M. M. erhielt ich 5 Tage 
nach schwerster Leuchtgasvergiftung mit Nadelableitung ein E. E. G., wie es Abb. 94 
zeigt. Frau M. war nach der Leuchtgasvergiftung 18 Stunden bewußtlos gewesen 
und hatte einen schweren Krampfanfall mit Zungenbiß gehabt. Sie mußte nach 
dem Erwachen aus der Bewußtlosigkeit noch regelmäßig katheterisiert werden,
        

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