Bauhaus-Universität Weimar

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J. B o ek e , 
durch Kaliumentziehung in seiner Funktion beeinträchtigte isolierte Herz. Onderzoekingen 
Pbys. Labor. Utrecht Bd. XIX. 1918. 
301. Derselbe, Die Bedeutung des Kaliums im Organismus. Onderzoekingen Phys. Labor. 
Utrecht. 6. R. I. 1920. 
302. Derselbe, Radiobiologie. Onderzoekingen Phys. Labor. Utrecht. 6. R. I. 1920. 
303. Zwaardemaker H. et Lely J. W., Les sels et le rayonnement radioactifs modifient 
la sensibilité du coeur à l’influence du nerf vague. Onderzoekingen Phys. Labor. Utrecht. 
5. R. XVIII. 1918. 
304. Ziegler P., Über die Regeneration durchschnittener Nerven. Langenbecks Archiv f. 
klin. Chirurgie. Bd. 51. 1896. 
305. Derselbe, Zentralbl. f. allgemeine Pathologie. 1896. 
1. Einleitung. 
Wenn ich als Morphologe es wage, der ehrenvollen Aufforderung der 
Redaktion der „Ergebnisse“ Folge zu leisten, um über die im physiologischen 
Sinne wichtigen Fortschritte der Lehre von der Nervenregeneration in all¬ 
gemeiner Darstellung zu berichten, so bin ich mir wohl bewusst, dass ich 
damit einen Streifzug in ein mir tatsächlich fremdes Gebiet mache, dessen 
Literatur ich nicht beherrsche. Wenn ich es doch wage, so geschieht das 
nur aus dem Grunde, dass es erstens ein so ausserordentlich wichtiges Pro¬ 
blem betrifft, dessen Bedeutung weit über die engen Grenzen der Wieder¬ 
herstellung der nervösen Funktion hinausgeht und das mit den allgemeinen 
Problemen der Biologie, und mit der Frage des Verhältnisses zwischen Zelle 
und Organismus als Ganzem aufs engste zusammenhängt, und zweitens, weil 
besonders hier die morphologischen Erscheinungen die feste Basis bilden 
müssen, auf welcher sich ein solides physiologisches System aufbauen lässt. 
Die Diskussion über die autogene Regeneration würde wohl nicht so ins 
Ungewisse geraten sein, wenn man eine klare Vorstellung der Auswachsungs- 
erscheinungen der Nervenfasern und der kollateralen Innervation gehabt 
hätte. Die Erscheinungen der heterogenen Regeneration (13. Kapitel), der 
Wiederherstellung des harmonischen Gleichgewichtes zwischen den ver¬ 
schiedenen Geweben nach der Wiederherstellung der Funktion, die Frage 
nach der Affinität der Nervenfasern zu den Elementen ihres ursprünglichen 
Endgebietes und so manches andere Problem sind nur von der morpho¬ 
logischen Seite her mit Erfolg zu bearbeiten. Auf der anderen Seite erhalten die 
morphologischen Tatsachen nur durch die physiologische Betrachtungsweise 
ihren Wert. Wenn Goebel in seinen Studien zur Organogenie der Pflanzen 
sagt: „morphologisch ist das, was sich physiologisch noch nicht verstehen 
lässt,“ so lässt er selbstverständlich ganze Gebiete der vergleichenden Mor¬ 
phologie ausser acht, darin hat er jedoch Recht, dass der Morphologe sich 
doch immer fragen muss, was der physiologische Wert einer bestimmten 
morphologischen Tatsache sein könne, und dass er nur dann behaupten
        

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