Bauhaus-Universität Weimar

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J. B o e k e , 
upon the coats of a Pacinian corpuscle. The open work of delicate septa 
webbing across the periaxial lymph space fuses on one side with the inner 
face of the inmost sheet of the corpuscle proper, on the other with a thin 
more or less perfect layer of connective tissue which immediately invests the 
axial core of the spindle (axial sheath). It is richly nucleate and supports 
as well as invests the neuro-muscular contents of the organ. In a compound 
Spindle each intrafusal musclebundle retains its own axial sheath, even where 
the capsules of the component spindles are completely merged one in ano¬ 
ther“ (1. c. p. 240, 241). Besonders der grosse Reichtum dieses Bindegewebes 
an fixen Bindegewebszellen ist von Sherrington in trefflicher Weise her¬ 
vorgehoben. 
Nach Sherrington, Ruffini, Cipollone, Regaud und Favre, ver¬ 
schmilzt nun die Heul esche Scheide der eintretenden Nervenfasern mit dem 
Bindegewebe der Kapsel, und die, meistens noch von einer Myelinscheide 
und einem Neurilemma bekleideten Nervenfasern dringen in den Periaxial¬ 
raum ein, folgen dabei den diesen durchsetzenden Bindegewebslamellen, ver¬ 
lieren dann nach manchen Spaltungen ihre Scheiden und legen sich an die 
Muskelfasern an, auf welchen sie ihre, besonders durch die schönen Arbeiten 
Ruffinisso gut bekannt gewordenen eigentümlichen Endverästelungen aus¬ 
bilden. 
Für die uns hier beschäftigende Frage sind nun gerade die Beziehungen 
dieser letzten Nervenstrecken, der marklosen Endabschnitte und der spezi¬ 
fischen End Verästelungen zu diesem Bindegewebe von der grössten Wichtig¬ 
keit. Denn es liess sich hier konstatieren, besonders gut beim Igel, wo 
die Verhältnisse durch die Grösse der Elemente und deren gute Färbbarkeit 
überaus klar und deutlich sich verfolgen lassen, dass erstens innerhalb der 
Kaspel die Nervenfasern ausser von dem Neurilemma immer noch von einer 
zarten Bindegewebshülle umgeben sind, welche mit dem oben beschriebenen 
zarten Bindegewebe des periaxialen Raumes zusammenhängt. Sobald nun aber 
die Nervenfasern ihre Markscheide verlieren, und auch bei den von Anfang an 
marklosen Fasern, werden nun diese Beziehungen viel inniger, und sieht man 
die dickeren marklosen Fasern von einer zarten protoplasmatischen Scheide 
umgeben, welche ziemlich grosse, länglich ovale Kerne trägt. Bei den dünnen 
marklosen Fasern ändert sich nun das Bild. Die ovalen Kerne verschwinden 
und man sieht nur die runden (oder schwach ovalen) Kerne, welche auch das 
kernreiche Bindegewebe zwichen den Muskelfasern und um den feinen Blut¬ 
gefässen und Nervenfasern herum enthält. In der Fig. 16 habe ich ein 
typisches Beispiel dieser Art abgebildet. Überall findet man im periaxialen 
Raum die feinen marklosen Fasern durch eine plasmatische Scheide einge¬ 
schlossen, niemals verlaufen sie frei, und man bekommt den Eindruck, dass 
sie hier vollkommen intraplasmatisch verlaufen und dass sie hier nur und 
ausschliesslich von den Ausläufern der Bindegewebszellen umgeben sind.
        

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