Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Erregbarkeit und Leitfähigkeit des Nerven
Person:
Fröhlich, Friedrich W.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit27651/10/
Erregbarkeit und Leitfähigkeit des Nerven. 
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Wie wir sehen, war meistens eine Herabsetzung der Reizschwelle 
auf 390 mm Rollenabstand zur Aufhebung der Leitfähigkeit not¬ 
wendig. Ferner tritt es deutlich hervor, daß diese Erregbarkeits¬ 
herabsetzung von der Höhe der Anfangserregbarkeit unabhängig ist. 
Die Anfangserregbarkeit innerhalb und außerhalb der Kammer ist 
in der 2. und 3. Spalte vorstehender Tabelle angegeben. 
Inwieweit die Lage der peripheren, innerhalb der Kammer ge¬ 
legenen Elektroden dieses Resultat beeinflussen kann, mögen folgende 
Kurven zeigen. 
Es befanden sich bei diesen Versuchen zwei Paare Elektroden 
innerhalb der Kammer. Außerdem war noch ein zentralwärts gelegenes 
Paar zur Prüfung 
der Leitfähigkeit 
angebracht. 
Die Kurve c 
drückt das Ver¬ 
halten der Erreg¬ 
barkeit an der zen¬ 
tralwärts gelegenen 
Reizstelle aus, die 
Kurve p das der 
am meisten peripher 
gelegenen ; die 
Kurve m endlich 
zeigt uns die Ver¬ 
änderungen an, die 
hier nicht nur durch Beeinflussung der Erregbarkeit, sondern auch 
durch Beeinflussung der Leitfähigkeit veranlaßt werden. Diese 
Veränderung drückt sich dadurch aus, daß die Erregbarkeitskurve 
des Punktes m nur anfänglich das gleiche Absinken zeigt wie die 
des Punktes p, plötzlich aber gleichwie die Kurve c steil abzufallen 
beginnt. Der steile Abfall wird dadurch veranlaßt, daß die im 
Punkte m gesetzte Erregung den übrigen Teil der beeinflußten Nerven¬ 
strecke n nicht mehr durchsetzen kann. Auf dieses Verhalten soll 
später nochmals eingegangen werden. 
Durch diese Versuche wird es klar, daß eine Aenderung in der 
Stellung des peripher gelegenen Elektrodenpaares nicht nur den 
Verlauf der Kurve beeinflußt, sondern auch eine Verschiebung des 
Kreuzungspunktes mit der Kurve c nach oben oder unten veranlaßt. 
Ergibt sich also zwischen Erregbarkeit und Leitfähigkeit eine 
derartige Beziehung, daß bei Beeinflussung einer Nervenstrecke von 
bestimmter Länge die Erregbarkeit eine gewisse Herabsetzung er- 
Fig.2
        

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