Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Biologische Versuchsanstalt in Wien. Zweck, Einrichtung und Tätigkeit während der ersten fünf Jahre ihres Bestandes(1902-1907), Bericht der zoologischen, botanischen und physikalisch-chemischen Abteilung. (3. Fortsetzung und Schluß.)
Person:
Przibram, Hans
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit27454/19/
Die biologische Versuchsanstalt. 
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(Kollodium) aufgeklebt. Stehen genügend Objekte zur Verfügung, 
so werden stets ihrer mehrere in verschiedenen systematischen und 
Versuchsvariationen, Entwicklungs- und Versuchsablaufsstadien 
u. dgl. aufmontiert. Diejenigen Stellungen, welche der Beobachtung 
des in Betracht kommenden Merkmals oder Versuchsresultats am 
günstigsten sind, werden dadurch erzielt, daß das Objekt vor seiner 
definitiven Aufstellung mehrere Tage lang in einer mit Wachs aus¬ 
gegossenen Präparierschüssel mit Hilfe von Nadeln in der gewünschten 
Lage fixiert und mit Hilfe der entsprechenden Flüssigkeit (Alkohol 
oder Formol) gehärtet wird. 
Als Konservierungsflüssigkeit dient nur bei Reptilien reiner, 
95°/0iger Alkohol, sonst überall 1—10°/0iges Formaldehyd, bei Am¬ 
phibien und Fischen drei Teile 2°/0iges Formol und ein Teil 75°/0iger 
Alkohol („Formolsprit“). Crustaceen kommen in 10°/0iges Formalin, 
alle Meerestiere in solches, bei welchem die Verdünnung mittels 
Seewasser vorgenommen wird. 
Grundsatz ist es, jedem Präparate einer jeden Versuchsart 
stets zumindest ein normales Kon trolle xemplar der bezüglichen 
Spezies beizugeben. Dafür, daß normale Typen, weicheinsbesondere 
bei Demonstrationen gelegentlich von Vorträgen, zu Vergleichen 
mit gewonnenen Versuchsergebnissen und als Zeichenvorlagen oft 
recht wichtig werden, stets zur Hand sind und in der Regel nicht 
erst aus anderen Museen entlehnt werden müssen, ist endlich noch 
durch Angliederung einer (namentlich auf dem Gebiete der Herpe¬ 
tologie reichhaltigen) systematischen Sammlung gesorgt, die, als 
Privatsammlung von Dr. Paul Kämmerer begründet, seit 1907 in 
den Besitz der Biologischen Versuchsanstalt übergegangen ist. 
5. Verzeichnis der Abteilungen, des Stabes, der 
Arbeitenden, der publizierten Arbeiten etc. aus der 
Biologischen Versuchsanstalt in Wien. 
Die Biologische Versuchsanstalt in Wien umfaßt eine zoologische, 
eine botanische und eine physikalisch-chemische Abteilung. 
An der zoologischen und botanischen Abteilung sind je zwei staat¬ 
liche Arbeitsplätze zufolge Übereinkommens mit dem k. k. österreichischen 
Unterrichts-Ministerium systematisiert. Über die Besetzung dieser Plätze 
entscheidet ein Kuratorium, das in der Regel aus den vier ordentlichen 
Professoren der biologischen Fächer an der philosophischen Fakultät der 
Wiener Universität zu bilden ist. 
Bisher haben als Kuratoren fungiert : 
Hofrat Prof. J. Wiesner (Botaniker), als Vorsitzender. 
Prof. K. Grobben (Zoologie). 
,, B. Hatschek ,, 
,, R. v. Wettstein (Botanik). 
Zeitschrift für biologische Technik und Methodik. Ergänzungsheft. 
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