Bauhaus-Universität Weimar

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Unterscheidung wegen stets die lange Aie von 6—7‘- mit der kur¬ 
zen von a/4 his l'/2/ verbunden. 
Jn zwei von den angeführten differirenden Merkmalen wurden 
durch Befruchtung vereinigt. Für den 
1. 
Versuch 
wurden 60 
Befruchtungen an 
16 
Pflanzen vorgenommcn. 
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Von 
einer 
grösseren Anzahl Pflanzen 
derselben Art 
wurden zur 
Befruchtung nur die kräftigsten ausgewählt. Schwache Exemplare gehen 
immer unsichere Resnltate, weil schon in der ersten Generation der Hy¬ 
briden und noch mehr in der folgenden manche Abkömmlinge entweder 
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bilden. 
Ferner wurde hei sämmtlichen Versuchen die wechselseitige Kreu¬ 
zung durchgeführt, in der Weise nämlich, dass jene der beiden Arten, 
welche hei einer Anzahl Befruchtungen als Samenpflanze diente, hei der 
anderen als Pollenpflanze verwendet wurde. 
Die Pflanzen wurden auf Gartenbeeten, ein kleiner Tbeil in Tö¬ 
pfen gezogen, und mittelst Stäben, Baumzweigen und gespannten Schnü¬ 
ren in der natürlichen aufrechten Stellung erhalten. Für jeden Versuch 
wurde eine Anzahl Topfpflanzen während der Blüthezeit in ein Ge¬ 
wächshaus gestellt, sie sollten für den Hauptversuch im Garten als Con- 
trolle dienen bezüglich möglicher Störungen durch Insecten. Unter jenen, 
welche die Erbsenpflanze besuchen, könnte die Kaferspecies Bruchus 
pisi dem Versuche gefährlich werden, falls sie in grösserer Menge er¬ 
scheint. Das Weibchen dieser Art legt bekanntlich seine Eier in die 
Blüthe und öffnet dabei das Schiffchen; an den Tarsen eines Exempla- 
res, welches in einer Blüthe gefangen wurde, konnten unter der Loupe 
deutlich einige Pollenzellen bemerkt werden. Es muss hier noch eines 
Umstandes Erwähnung geschehen, der möglicher Weise die Einmengung 
fremden Pollens veranlassen könnte. Es kommt nämlich in einzelnen 
seltenen Fällen vor, dass gewisse Theile der übrigens ganz normal ent¬ 
wickelten Blüthe verkümmern, wodurch eine theilweise Entblössung der
        

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