Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Sinne des Menschen in den wechselseitigen Beziehungen ihres psychischen und organischen Lebens: Ein Beitrag zur physiologischen Aesthetik
Person:
Tourtual, Caspar Theobald
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit25765/145/
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©ebanfenreibe £ttr Slcrgetftigung verführen f ernten, bie 
br fprtd;t ber Sftenfd) $um ^teuften." 
£)iefer Unterfcbieb ber rein materiellen Statur ber nies 
bereu ©inne von ber formellen &$orftellung3weife ber boh¬ 
ren ftnbet jebod) nicht in ber Strenge 0tatt, baß an ben 
©egenftdnben be§ ©erucbS unb ©efcbmacB burebauê fein 
zeitliches ober räumliches SSerbdltniß wahrnehmbar wäre. 
Sebe bem geizigen St abbdrirenbe âtrftellung tragt 
mehr ober weniger bie eigentümliche gorm feines SSorfiels 
lungSvermogenS, gleichwie ber fdrbenbe @toff bie ©eftalt 
beS Körpers annimmt, an welchem er als garbe erfebeint; 
fein ftnnlicber ©tnbruef ftnbet ©ingang in bie Seethe unferer 
2lnftauungen, ohne bide zwiefache gorm anjulegen, wie 
benn überhaupt eine dunere ©innerfteinung außer ber Seit 
unb bem 9£aume unbenfbar ift. Sßenn eine 0enfation 
burdb ib**e 0tdrfe bte getfh'ge (Selbftfraft in bem $D£aße 
überwältigt, baß btefe gormen vor bem 33ewußtfepn ver* 
loren geben, fo erzeugt ftcf> nimmer eine Slorftcflung, eS 
bleibt bei ber ©mpftnbung. Sn ben nteberen @tnnen aber 
ift btefe ^Be^iebung beê ©inbrudê auf Seit unb 9taum eine 
bei weitem befcbrdnftere unb unbeftimmtere, aB in ben höheren.
        

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