Bauhaus-Universität Weimar

6. Das lebende Inventar. — 7. Das tote Inventar. 
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Über Höhe und Wert des Yiehstandes möge der Durchschnitt der 
8 letztjährigen am 1. Juli aufgenommenen Inventuren Aufschluß geben: 
8—-9 Pferde und 1—2 Fohlen . . . . 
6 Zugochsen........... 
78—85 Stück Rindvieh....... 
Zucht-, Mastschweine und Ferkel. . . . 
Bock, Mutterschafe und Lämmer etwa . . 
Hühner rund........... 
zusammen 
6 130 M 
3 650 „ 
32 650 „ 
3 425 „ 
400 „ 
125 „ 
46 380 M 
7. Das tote Inventar. 
Vom Vorbesitzer wurde eine vollständige Feldbahnanlage — seinerzeit 
vom Bochumer Verein bezogen — übernommen. Es sind im ganzen zirka 
3,5 km Geleise vorhanden. Ein festes Geleise etwa in der Länge von 2 km 
liegt von der Grenze der Feldmark über den ganzen Hof bis an den Bahn¬ 
hof Sechtem. Der Rest besteht aus losen Geleisen, die nach Bedarf verlegt 
werden. Der nötige Bestand an Feldbahnwagen ist vorhanden. Diese Feld¬ 
bahnanlage ist für den Betrieb des Hofes äußerst wertvoll, ganz besonders 
für den Rübentransport von den Feldern zum Bahnhof Sechtem. 
Eine elektrische Anlage im Anschluß an das Elektrizitätswerk Berggeist 
bei Brühl war ebenfalls schon bei der Übernahme des Hofes vorhanden. 
Sie ist im Sommer 1904 durch die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft in 
Berlin, bezw. deren Installationsbureau Köln, wesentlich weiter ausgebaut 
worden. Dieser Anlage ist in den vorstehenden Besprechungen schon wieder¬ 
holt gedacht. Das Elektrizitätswerk Berggeist ist in der Luftlinie 5 km ent¬ 
fernt; es liegt inmitten einer Braunkohlengrube am Vorgebirge. Der Strom 
(Drehstrom) wird mit einer Spannung von 5600 Volt in die auf dem Hofe 
befindliche Transformatorstation geleitet, hier auf eine Gebrauchsspannung 
von 220 Volt (Kraft) bezw. 110 Volt (Licht) gebracht und dann seiner Ver¬ 
wendung zur Beleuchtung bezw. Krafterzeugung zugeführt. 
Sämtliche Wohnräume, die Molkerei, alle Stallungen, Futterkammer, 
Speicher, Tennen, Schuppen usw. sind mit elektrischem Licht versehen. An 
Elektromotoren sind im ganzen 10 von 1/2 bis 18 Pferdestärken vorhanden. 
Die Dreschmaschine, Wasserpumpe, Molkereimaschinen, Maschinen in der 
Futterkammer und auf dem Speicher, die Jauchenpumpen und endlich der 
Sackaufzug werden elektrisch betrieben. Diese elektrische Einrichtung ist 
außerordentlich bequem und bei den Preisen, zu welchen der Berggeist den 
Strom zur Verfügung stellt, auch rentabel. In der näheren und weiteren 
Umgebung von Brühl sind alle größeren und sehr viele kleine landwirt¬ 
schaftliche Betriebe an das Stromnetz des Berggeistes angeschlossen. 
Die meisten Kraftmaschinen des Dikopshofes sind bei Besprechung der 
Baulichkeiten bereits vorgeführt worden, hier soll nur noch der Pumpen¬ 
anlage gedacht werden. In den vorhandenen 20 m tiefen Brunnen wurde 
von der Firma Weise & Monski-Halle a. S., Filiale Düsseldorf, eine Tief-
        

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