Bauhaus-Universität Weimar

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®ie 14. SBcmberauëftellung 31t Ißofen. 
Sie tBebingungen ttttb SBorfdjriften beS SBettbewerbeS waren folgenbe: 
Ser ^Bewerber îjat bie Slusftellung mit @arbett= unb Äörnermuftern 31t be= 
fcjjicEeit unb außer bem ©tanbgelb 100 Jt „Slnmelbegebühr fur ©ruppe 1 B" 3U 
3al)len. Ser ©tanb bes StuSftelIerS fiat an geeigneter (Stelle bie ^srtfcfjrift: „SUS 
(Saatju^twirtfc^aft angemelbet" 311 tragen. 
Ser ^Bewerber muf minbeftenô 20 ha (Saatgetreibc aufweifen ïônnen, woPott 
nicht unter 15 ha mit einer ©orte bebaut fein muffen, währenb 5 ha mit einer 
ober mehreren anberen (Sorten bebaut fein fönnett. 
23or ber ©ritte wirb bie SBirtfcfjaft bttrcf) Stifter befidjtigt, welche 311 ermitteln 
^aben, ob ber (Saatgutanbau ein fachgemäßer ift. 
Sie greife fiub benjenigcn ^Bewerbern guiuerf'enuen, bereu ©aatfotitfläcl)ett 
am reinften hon fremben ©orten unb fonftigen 33cintifchuitgeit gefuitbeit würben 
unb bereit Sßirtfdjafteu für bie Slnsucht unb Verrichtung guten unb reinen @aat= 
forneS am beften eingerichtet fiitb. 
Siefen tBebingungen tonnte teiber tDf'onomierat £>. ©ititbal = *5römSborf (©chlefien) 
iufowcit nicht ent|precl)en, als er nur 10 ha mit einer ©orte bebaut hatte, wäßrenb baS 
ipreiSauSfchreibeit miubcftetiS 15 ha oerlangt; öfonoutierat ©imbat tonnte infolgebeffen 
am äßettbemerb nicht teitnehmen. 
©aatgut3üchter 9Jîe11e = £luebliuburg war bom Sireftoriutn ber S. £. ©. bon ber 
SSerpflichtung, bie SluSftelluttg mit ©arben= unb Sönermuftern 31t befc£)icfeu, entbunben 
worben, ba feilte SluSftellungSgegenftänbe burd) ein größeres ©chabeitfeitcr bernidjtet 
waren. 
3m übrigen würben bie tBorfchriftett beS 3 tito f ch r e i b e it S bon bcn nach beut 'IlttS» 
fcfjeiben beS ôtonomierato ©imbal=gröinSborf ocrbleibcttben 10 ^Bewerbern boll erfüllt. 
SRit bettt 'flreiorichteramt würben bon ber S. S. ©. betraut: RittergutSbefißer @dj inner * 
ÜReuhauS, iprofeffor Dr. bon Os cf e tt b r e d) e r=©harlotteub ttrg itttb ber 33crid)tcrftatter, welche 
bie ©aat3uchtwirtfchaften am 7. 3»li, 14- 3U^ unb bout 21. bis 30. Quit 1900 in ber 
Reihenfolge beficf)tigten, itt ber fie in ber folgenben 33efd)reibung aufgeführt fiitb. 
Sie Richter hielten eS bei ber PerljältniSinäßig großen 3af)I ber 31t befid)tigcnbeit 
SÖirtfdjaften ttttb bei ber seitlichen Stuobehnung biefer tBeftchtigungen für nötig, ber 23c= 
urteiluug eitt ipunttierberfahreu 311 ©rttttbe 31t legen; bas gewählte Verfahren erwies 
ficf) nicht allein als bttrchfübrbar, fonbern erleichterte beit Vergleich ber befid)tigten 2Birt= 
feßaften ungemein. 
ferner einigten fid) bie Ritter babiit, baß nach bem äßortlant unb bem ©itttte beS 
oben wiebergegebetten ißreiöauöfdjreibenö ber 31t entfeheibenbe Sßettbemerb ein SBcttbeWerb 
hott ®etreibe3ud)t=2Öirt|d)aTtcu ift, ttttb baß infolgebeffen bei ber ^Beurteilung eine auS= 
fchlaggebettbe 23ebeittimg nur bie ßeiftuugeu auf bettt ©ebiete ber ©etreibegmht haben 
löttnen. 
Sie 23efid)tiguitg begann mit 
1. Rittergut Retins. 
(Sefißer: $. Oott ßocpoW.) 
ißettuö liegt im Greife 3üterbogt=&icfettwalbe, 80 bis 100 m über bem SReere, ift 
rb. 1046 ha groß, wooon 375 ha als Sldertanb, 36 ha als SÖiefe uttb 630 ha als äßalb 
gemißt werben, ©ine eingehettbe iBefdjreibttng ber wirtfchaftlicßen ©inrichtungeu oott 
Retins finbet fiel) in 23b. 12 beS 3ahrbttchecj ©. (384); eS fei auf biefelbe berwiefen ttttb 
hier ergänsenb folgettbcS hernorgehobeu. Ser IBobeit wedjfelt 3Wifdjen reinem ©anb ttttb 
faitbigetit Sehnt ttttb ift ]cl)wacl) futmoo ; 3 ha gehören ber IV. Älaffe ait, 30 ha ber 
V. Älaffe, 312 ha 31t gleichen Seilen ber VI. ttttb VII. uttb 30 ha ber VIII. Maffe. Ser
        

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