Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Jahresbericht der K. Württembergischen landwirtschaftlichen Akademie Hohenheim für die Zeit vom 1. April 1902 bis 31. März 1903
Person:
Anonymous
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit25298/48/
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an 65 botanische Gärten des In- und Auslandes verschickt. Auf 
Grund der eingegangenen Beftellungen wurden an 48 botanische 
Gärten 2759 Portionen von Sämereien abgegeben; ferner wurden 
an das Kais. Gesundheitsamt in Berlin und an die K. bayer, 
agrikultur-botanische Anftalt in München Samenproben abgesandt. 
Im Wege des Verkaufes gab der botanische Garten ca. 600 Sä¬ 
mereien und 6 Aehrensammlungen an landwirtschaftliche An- 
ftalten, Schullehrerseminare und Private ab. 
Samenprüfungsanstalt. 
Im Berichtsjahre wurden 1236 Samenproben zur Untersuch¬ 
ung eingesendet, von denen 927 auf Seidegehalt, 778 auf Rein¬ 
heit, 776 auf Keimfähigkeit, 588 auf Herkunft untersucht wurden; 
die Anzahl der Einzeluntersuchungen belief sich auf 3076. Von 
diesen Samenproben waren 810 von Samenhändlern, 422 von 
landw. Vereinen, Staatsbehörden, Landwirten etc. eingeschickt 
worden, und zwar 953 Kleesämereien, 94 Grassamen, 59 Ge¬ 
treideproben, 51 Proben von Wicken und Hülsenfrüchten, 60 
Samenproben von Waldbäumen, 8 Rübensamen und 11 ver¬ 
schiedenartige sonftige Sämereien. 
Eine Reihe von Versuchen wurde auf Veranlassung der 
Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft zum Zweck der weiteren 
Ausarbeitung der Methoden der Samenkontrolle und eine weitere 
Serie von Keimversuchen mit Getreidefrüchten für Versuchszwecke 
der Anftalt für Pflanzenschutz ausgeführt. 
In der Zeit vom 28. Oktober bis 1. November praktizierte 
Ackerbau-Oberlehrer Seufferheld aus Sigmaringen auf der 
Anftalt. Die mikroskopischen Untersuchungen von Futtermitteln, 
welche an die landw.-chemische Versuchsftation eingesandt waren, 
führte Assiftent Dr. Michalowski auf der Samenprüfungsanftalt 
aus. Der Vorftand nahm am 16. Auguft und am 14. Oktober 1902 
in Berlin an Sitzungen der wissenschaftlichen Kommission teil, 
welche zur Ausarbeitung der Methoden der Samenkontrolle von 
der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft eingesetzt worden ift. 
Im Jahre 1902 und ebenso i. J. 1903 hatten 81 Samenhand¬ 
lungen mit der Anftalt einen Vertrag abgeschlossen, nach welchem
        

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