Volltext: Die Königliche Landwirtschaftliche Hochschule in Berlin. Festschrift zur Feier des 25jährigen Bestehens

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Anhang. 
4. Anatomie der Haustiere. 5. Physiologie der Haustiere. 6. Allgemeine Tierzucht¬ 
lehre (Züchtungslehre, Beurteilungslehre, Zuchtbuchführung, Züchtereivereinigungs¬ 
wesen). 7. Die Lehre von der Fütterung und Aufzucht der Tiere. 8. Spezielle 
Pferdezucht. 9. Spezielle Rindviehzucht. 10. Spezielle Schweinezucht. 11. Spezielle 
Schafzucht. 12. Volkswirtschaftliche Aufgaben und Betriebslehre der Tierzucht. 
13. Mineralogische Grundlagen der Bodenkunde. 14. Lehre a) von dem Pflanzen¬ 
bau, b) von den dauernden Grasanlagen. 
Diejenigen Kandidaten, welche die tierärztliche Approbationsprüfung be¬ 
standen haben, sind von der Prüfung in den unter Nr. 1—4 aufgeführten, die Kan¬ 
didaten, welche die Landwirtschaftliche Abgangsprüfung oder die Prüfung als 
Lehrer der Landwirtschaft an Landwirtschaftsschulen bestanden haben, von der 
Prüfung in den unter Nr. 13 und 14a aufgeführten Fächern entbunden. 
Je nach dem Ausfälle der Prüfung werden für jedes einzelne Fach die 
Zensuren „sehr gut“, „gut“, „befriedigend“, „genügend“, „ungenügend“ erteilt. 
Aus den Einzel-Zensuren kann in denselben Ausdrücken eine Gesamt-Zensur derart 
abgeleitet werden, dag die oben unter Nr. 6 —12 aufgeführten Prüfungsfächer 
doppelt, die übrigen einfach bewertet werden. In besonderen Fähen ist die Prü¬ 
fungs-Kommission berechtigt, diese berechnete Gesamt-Zensur um eine Stehe nach 
oben oder unten, d. h. besser oder schlechter, abzuändern. 
Im Fall des Bestehens der Prüfung erhält der Kandidat ein Zeugnis, das 
mit folgendem Satze eingeleitet wird: Herr N. N. hat durch eine Prüfung den 
Nachweis geführt, dag er mit den für den Beruf eines Tierzuchtinspektors erforder¬ 
lichen wissenschaftlichen Grundlagen entsprechend nachfolgenden P ädikaten ver¬ 
traut ist: 
(Folgen die Zensuren). 
Die Prüfung gilt als nicht bestanden und mug vollständig wiederholt werden, 
wenn der Kandidat in einem Hauptfache (Nr. 6—12) oder in mehr als zwei der 
übrigen Fächer die Zensur „ungenügend“ erhält. Wenn der Kandidat dagegen in 
den Hauptfächern die Zensur „genügend“ und in den übrigen Fächern nicht mehr 
als zwei ungenügende Zensuren erhält, so hat er die Prüfung in den mit „unge¬ 
nügend“ zensierten Fächern nachzuholen. 
Zur Wiederholung der Prüfung nur in einem Fache darf der Kandidat nicht 
vor drei Monaten, zur Wiederholung der Prüfung in zwei Fächern sowie der 
ganzen Prüfung nicht vor sechs Monaten zugelassen werden. 
Während der Hochschulferien werden Prüfungen nicht abgehalten. 
Jeder Kandidat hat bei der Meldung zur Prüfung eine Prüfungsgebühr von 
50 M. an die Kasse der Landwirtschaftlichen Hochschule zu entrichten. Diese Ge¬ 
bühr ist auch verfallen, wenn der Kandidat die Prüfung nicht besteht. Die Wieder¬ 
holungsprüfung in nur einzelnen Fächern ist gebührenfrei. 
4. Die Vorschriften über die Prüfung der öffentlich anzustellenden Land¬ 
messer vom 4. September 1882 finden sich abgedruckt im Ministerialblatt für die 
innere Verwaltung 1882, S. 202.*) 
Ausländer können nur, wenn sie die nötige Vorbildung nachweisen und ein 
genügendes Mag praktischer Tätigkeit durchgemacht haben, mit besonderer Ge¬ 
nehmigung der Überprüfungs-Kommission zur Landmesserprüfung in Geodäsie und 
Kulturtechnik zugelassen werden. 
*) Siehe auch: „Ausbildung und Prüfung der preug. Landmesser und Kulturtechniker 3. Aufl. 
nebst Nachtrag, Heidin, Paul Parey“.
	        
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