Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Königliche Landwirtschaftliche Hochschule in Berlin. Festschrift zur Feier des 25jährigen Bestehens
Person:
Wittmack, Ludwig
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit24821/306/
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Anhang. 
nähme am Unterricht als ordentliche oder außerordentliche Zuhörer ver¬ 
hindert sind. Dispensationen von den Bestimmungen dieses Paragraphen 
sind nur mit Genehmigung des Ministers zulässig. 
Wer Geodäsie und Kulturtechnik studieren will, um später die Prüfung 
als Landmesser abzulegen, hat sich außerdem nach den Vorschriften der 
Landmesser-Prüfungsordnung vom 4. September 1882 und den ergänzenden 
Bestimmungen zu derselben zu richten. 
§ 24. 
Nur die ordentlichen Zuhörer sind berechtigt, sich einem Abgangs¬ 
examen zu unterziehen und ein betreffendes Zeugnis zu erhalten. Außerdem 
erhalten die ordentlichen Zuhörer auf Verlangen eine Bescheinigung über 
ihren Aufenthalt an der Hochschule und die in jedem Semester gehörten 
Vorlesungen. Den außerordentlichen Zuhörern und den Hospitanten kann 
ebenfalls eine solche Bescheinigung erteilt werden. 
§ 25. 
Die Abgangs-Examina und die Examina für die Lehrer der Landwirt¬ 
schaft und für die Landmesser erfolgen nach den hierüber ergangenen Be¬ 
stimmungen. 
§ 26. 
Für die ordentlichen und außerordentlichen Zuhörer sind verschiedene 
Matrikeln, aus welchen die Vorbildung der Betreffenden zu ersehen ist, 
nebst entsprechenden, für ein Semester gültigen Aufnahmekarten auszu¬ 
fertigen. 
Den Hospitanten wird nur eine auf ein Semester gültige Erlaubniskarte 
zum Hören bestimmter Vorlesungen ausgestellt. 
Für alle Zuhörer werden ein allgemeines Verzeichnis und Abteilungs¬ 
verzeichnisse geführt; letztere liegen bei den Abteilungsvorstehern offen, bei 
dem sich die betreffenden Studierenden nach ihrer Aufnahme durch den 
Rektor behufs der Einzeichnung zu melden haben. 
§ 27. 
Die ordentlichen wie die außerordentlichen Zuhörer und ebenso die 
Hospitanten sind der Disziplinarordnung der Hochschule unterworfen. Die 
von dem Rektor und dem engeren Lehrerkollegium zu verhängenden Strafen 
bestehen in Verweisen, Androhung des Ausschlusses und dem wirklichen 
Ausschluß von der Hochschule. Außerdem kann die Einziehung von Stipen¬ 
dien beschlossen oder bei den direkt vom Ministerium verliehenen, bei dem 
Minister beantragt werden. 
§ 28. 
Das Unterrichtshonorar wird durch den Minister bestimmt und ist beim 
Beginn des Semesters im voraus zu entrichten. Neben dem Unterrichts¬ 
honorar wird von den ordentlichen und außerordentlichen Zuhörern bei ihrer 
Aufnahme in die Anstalt eine Einschreibegebühr erhoben, deren Höhe eben¬ 
falls von dem Minister festgestellt wird. Bei den Übungen in den Labora¬ 
torien, welche größere sachliche Kosten verursachen, kann neben dem Unter-
        

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