Volltext: Die Königliche Landwirtschaftliche Hochschule in Berlin. Festschrift zur Feier des 25jährigen Bestehens

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VI. Die landwirtschaftliche Abteilung. 
Konkurrenz für Rittergut Friedrichsfelde vom landwirtschaftlichen Zentral¬ 
verein zu Potsdam und bei der geognostischen Durchforschung des 
schlesischen Schwemmlands . . vom landwirtschaftlichen Verein zu 
Breslau, habilitierte sich 1870 in der philosophischen Fakultät der Uni¬ 
versität Flalle a. S., seit 1871 Professor am landwirtschaftlichen Institut 
(jetzt landwirtschaftliche Hochschule) und an der Universität zu Berlin, 
1871 Mitglied einer Expedition nach dem Kaspischen Meere zur Auf¬ 
suchung von Guanolagern, von 1873 bis 1880 Mitarbeiter der Königl. 
preußischen geologischen Landesanstalt und Begründer des betr. 
Laboratoriums für Bodenkunde, seit 1893 Geh. Regierungsrat, Rektor 
der landwirtschaftlichen Hochschule von 1885—87 und 1904 — 1906, Mit¬ 
glied des deutschen Landwirtschaftsrats seit 1874 und des Reichs¬ 
gesundheitsrats seit Begründung desselben. 
Assistenten. 
Privat-Assistenten in der Zeit von 1874—1879 waren: 
Dr. O. Wolff enstein, 1874- 1875, im Privatlaboratorium des 
Instituts-Vorstehers führte er die Arbeit aus: „Über das Sortieren von 
Saatgut und die spezifische Gewichtsbestimmung des Samens“, womit 
er im Jahre 1875 bei der philosophischen Fakultät der Universität 
Göttingen promovierte. (Journal für Landw. 1875—1877.) 
Dr. Curt Lehmann, 1876—1879. Derselbe trat nachfolgend mit 
ein als Assistent des neuen agronomisch-pedologischen Instituts der 
landwirtschaftlichen Hochschule, wurde im Juli 1881 Assistent des tier¬ 
physiologischen Instituts von Herrn Geheimrat Zuntz und ist seit 1889 
ordentlicher Professor für Tierzucht. 
Die nachfolgenden Assistenten des agronomisch-pedologischen 
Instituts waren: 
Dr. Oskar Saare, 1881 1883. Er trat Anfang Februar 1883 in 
das Institut für Spiritus- und Stärkeindustrie, unter Herrn Geheimrat 
Dr. Delbrück, ein, erhielt später den Charakter „Professor“ und wurde 
Mitglied des engeren Lehrerkollegiums. Er starb leider bereits 1903. 
Dr. Paul Hofferichter, von Februar 1883 bis Januar 1884. Er 
ging nachher zum chemisch-technischen Aufsichtsdienst der Aachen- 
Münchener Feuerversicherungs-Gesellschaft über. 
Dr. Rühlmann, von Januar 1884 bis Ende Sommersemester 1884. 
Dr. Kirstein, August und September 1884, nachher landwirt¬ 
schaftlicher Wanderlehrer in Posen und Landw.-Lehrer in Chile, 
nachfolgend Generalsekretär des landwirtschaftlichen Zentral-Vereins zu 
Kiel und Generalsekretär der Vereinigung Deutscher Schweinezüchter 
zu Berlin. 
Johannes Braun, von Anfang November 1884 bis Ende Oktober 
1886 (jetzt in Passaic N. J. Amerika). 
Dr. Mielcke, von Anfang November 1886 bis Anfang Juli 1887. 
Nachher Leiter einer Kalifabrik in Staßfurt. 
Dr. P. Mohr, von Anfang Juli 1887 bis Ende Februar 1888 (ging 
später zur chemischen Technik über, ist früh verstorben). 
Dr. Berju, von Ende Februar 1888 bis jetzt. 
Veröffentlichungen von Assistent Dr. Berju. 
„Beitrag betr. den Einfluß der Giftwirkung des Perchlorates“ (mit 
Dr. Krüger) (Zentralblatt für Bakteriologie 1896).
	        
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