Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der physiologischen Methodik, Dritter Band, Zweite Hälfte: Zentrales Nervensytem, Psychophysik, Phonetik
Person:
Tigerstedt, Robert
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit24817/879/
Die akustischen Eigenschaften des Luftstromes. 
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eine kleine geklebte Glasplatte /", worauf sich das obere, runde Ende von c lehnt; die 
obere Seite von F trägt das versilberte, runde Spiegelchen H. Die feste Berührung 
zwischen F und c wird von einer Feder h besorgt, die einerseits sich auf F lehnt, 
andrerseits an E befestigt ist, und deren Druck durch die Schraube g reguliert wird. Da¬ 
durch, daß ee sehr nahe an c liegt, bewirken kleine vertikale Bewegungen von c große 
Winkelbewegungen der Platte F und des Spiegels H. Die Festigkeit der Achsenschrauben 
wird durch Gegenmuttern gesichert. 
Zur Reproduktion seichter Eindrücke, wie z. B. der Konsonanten, erwies sich 
diese Einrichtung als ungenügend, und Hermann verbesserte sie durch Einschaltung 
eines neuen Hebels zwischen C und F (vgl. 171, b). Das Plättchen F bekommt wie C 
eine dreieckige Gestalt und greift mit Glaskontakt an ein drittes, auch dreieckiges 
Plättchen G (Fig. 84, c), welches nun den Spiegel H trägt; dadurch erhält Hermann 
eine doppelte Hebelübertragung, die jetzt genügt. 
Die Lichtquelle (Beschreibung bei Hermann 131, b) ist eine elektrische Bogen¬ 
lampe (20 Amp. x 65 Volt), die sich in einer Dunkellaterne befindet (vom Mechaniker 
Wipprecht-Königsberg). Das Licht kommt nur durch einen Ausschnitt an der Stirnseite 
Fig. 84 a. 
Fig. 84 c. 
Fig. 84b. 
Apparat zur Aufzeichnung photographischer Wellen nach Hermann. 
a, h) Mit zweiteiligem Hebel c) Mit dreiteiligem Hebel 
(für Vokale). (für Konsonanten). 
heraus, die als Kollektor eine Laterne von D.uboscq-Paris mit verstellbarem Spalt trägt. 
Der Aufnahmeapparat ist ein mit empfindlichem Papier bekleideter Baltzarscher 
Zylinder. Vor dem Zylinder ist ein verschiebbarer Spalt angebracht, der dicht vor 
dem Papier liegt, und das Ganze steckt in einem lichtdichten Gehäuse, das nur ein 
rechteckiges Fenster dem Spalt gegenüber trägt. 
Der Gang eines Versuches ist folgender. Die sorgfältig abgehobelte 
Wachswalze wird besprochen und zur Kontrolle abgehört. Nach Anbringung 
des Spiegelapparates wird der Phonograph auf ein Pult gestellt, das so 
schief steht, daß der Spiegelapparat nahezu vertikal ist, um der Furche mit 
dem möglichst geringen Druck aufzuliegen. — Die Lampe wird auf einen 
besonderen Tisch in einer Entfernung von ca. 2 m so gestellt, daß das 
vertikale Spaltbild auf das Spiegelchen H fällt; dicht vor den Spiegel stellt 
man als Kollektor eine schwache Konvexlinse (1 bis 1V2 Dioptrien), wo¬ 
durch der Spiegel ein reelles verkleinertes Bild des Spaltes liefert, das ein 
zweites Mal, und zwar etwas abgelenkt (35°) durch die Linse geht. Auf dem 
Wege des Spaltbildes liegt der auch von einem besonderen Stativ getragene 
Baltzarsche Apparat; er ist so orientiert, daß der Spalt vor dem Zylinder
        

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